Steyrtalerin baggerte im Fernsehstudio von 1, 2 oder 3
LEONSTEIN. Vor drei Jahren hatte Sandra Hasenauer einen großen Auftritt bei „Wetten, dass...?“ mit Thomas Gottschalk. Jetzt baggerte die 33-Jährige wieder im TV, war bei der Kindersendung 1, 2, oder 3 zu Gast.

Aufgezeichnet wurde die Folge unter dem Titel „Baustelle – Bagger & Beton“ bereits Ende November in den Bavaria Filmstudios nahe München. Erstausstrahlung ist am 1. März auf KiKA, dem gemeinsamen Kinderkanal von ARD und ZDF. „Der Termin ist fett im Kalender angestrichen, die ganze Familie wird gemeinsam schauen“, erzählt Sandra Hasenauer. Beim Anruf von Tips saß die 33-Jährige gerade im Bagger, war mit einem Hausabriss beschäftigt.
Firma übernommen
Bagger und Lastwagen haben sie schon als Kind fasziniert, mit 14 machte sie erstmals einen Ferialjob im elterlichen Betrieb. In andere Berufe wie Kellnerin und Bürokauffrau schnupperte sie hinein. „Das war aber absolut nichts für mich“, erzählt Hasenauer, die bereits mit 16 Jahren in der Firma der Eltern ihre ersten Baustellen mit dem Bagger selbstständig machte.
In der von Männern dominierten Branche fühlt sich die Steyrtalerin jedenfalls pudelwohl. „Das ist einfach meines. Es ist schön, wenn man sieht, was durch die eigene Arbeit entsteht. Und ein Lächeln von den Kundschaften ist sowieso immer toll.“
Seit vier Jahren ist sie Chefin des auf Erdbau und Baggerungen spezialisierten Unternehmens in Molln, unterstützt wird sie von drei Mitarbeitern. Einen Großteil der Aufträge wickelt die Firma in der Region Steyr-Kirchdorf ab.
Feingefühl gefragt
Bei „Wetten, dass...?“ gelang es Hasenauer, mit der Baggerschaufel rohe Eier aufzustechen. Dieser Auftritt war wohl ausschlaggebend, dass die Produktionsfirma von 1, 2 oder 3 auf die Leonsteinerin zukam und sie und ihre Familie – Tochter Verena (7), Partner Martin und die Eltern Adi und Sieglinde – nach München einlud.
Sandra Hasenauer hatte rasch eine kindgerechte Idee für die Sendung. Mit der Baggerschaufel fügte sie kleine Bausteine zusammen, Ergebnis war das Maskottchen „Piet Flosse“.
Um üben zu können, wurde ihr einen Monat vor der Aufzeichnung ein nagelneuer Elektro-Bagger zur Verfügung gestellt. Eine Premiere für die Unternehmerin, die normalerweise mit Dieselmotoren arbeitet. „Es ist schon anders. Ich war aber überrascht, wie gut es gegangen ist. Die Kinder waren vom Auftritt mit dem zwei Tonnen schweren Gerät fasziniert.“


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