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BEZIRK KIRCHDORF. Die Fachkräfte von morgen wachsen nicht erst in Schule oder Ausbildung heran – oft beginnt ihre Begeisterung schon im Kindergarten. Genau hier setzt das Projekt „Kinder erleben Technik“ (KET) an, das derzeit in mehreren Kindergärten im Bezirk Kirchdorf für große Neugier und leuchtende Kinderaugen sorgt.

Kindergartenleiterin Christiana Meingassner, Bürgermeister Leo Bimminger und WKO-Obfrau Doris Staudinger (v. l.) im Kindergarten Pettenbach. (Foto: WKO Kirchdorf)

Kinder sind von Natur aus Entdecker. Sie wollen verstehen, ausprobieren und hinterfragen. Dieses Potenzial greift das Projekt gezielt auf: Mit altersgerechten Experimentier- und Mitmachstationen werden technische und physikalische Zusammenhänge spielerisch erfahrbar gemacht. Entwickelt wurde KET von der Wirtschaftskammer Oberösterreich gemeinsam mit dem Land OÖ – und das mit großem Erfolg: Seit 2009 wird das Projekt laufend weiterentwickelt, seit 2022 gibt es zudem einen flexiblen Verleihservice für Kindergärten.

Lokalaugenschein in Pettenbach

Kürzlich machte KET in sechs Kindergärten im Bezirk Kirchdorf Station. Im Pfarrcaritas-Kindergarten in Pettenbach überzeugten sich WKO-Bezirksobfrau und Landtagsabgeordneter Doris Staudinger und Bürgermeister Leo Bimminger (beide ÖVP) persönlich vom Konzept. Gemeinsam mit Kindergartenleiterin Christiana Meingassner zeigten die Kinder, wie begeistert sie die Stationen nutzen und wie selbstverständlich sie dabei erste technische Zusammenhänge erfassen.

Technik spielerisch entdecken

In einer zunehmend digitalisierten Welt wird technisches Grundverständnis immer wichtiger. KET setzt genau hier an und vermittelt komplexe Inhalte auf einfache, verständliche Weise. Statt Theorie steht das praktische Erleben im Vordergrund: Kinder bauen, experimentieren und beobachten – und lernen dabei ganz nebenbei.

„Es ist faszinierend zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache sind“, betont Doris Staudinger. „Wir möchten zeigen, dass Technik keine Hürde ist, sondern ein spannendes Feld, das man spielerisch entdecken kann. Je früher dieses Interesse geweckt wird, desto leichter fällt später der Zugang zu technischen Themen.“

Frühe Förderung als Antwort auf Fachkräftemangel

Die Idee hinter KET hat in Kirchdorf eine lange Tradition. Bereits 2007 war die WKO Kirchdorf an der Entwicklung beteiligt. Auslöser war unter anderem die Veranstaltungsreihe „Arbeitswelt.Zukunft“, bei der früh erkannt wurde, wie groß der Bedarf an Fachkräften im technischen und handwerklichen Bereich künftig sein wird.

„Schon damals war klar, dass wir langfristig gegensteuern müssen“, erklärt Bezirksstellenleiter Siegfried Pramhas. „Die Entwicklungen der letzten Jahre haben diese Einschätzung mehr als bestätigt.“

Gerade für den Wirtschaftsstandort Kirchdorf ist das Thema von besonderer Bedeutung: Ein großer Teil der Arbeitsplätze entfällt auf Gewerbe, Handwerk und Industrie. Umso wichtiger ist es, Kinder frühzeitig für technische Berufe zu begeistern und mögliche Berührungsängste gar nicht erst entstehen zu lassen.

Ein Projekt mit nachhaltiger Wirkung

Mit dem Verleihservice können Kindergärten die KET-Stationen unkompliziert in den Alltag integrieren. Zusätzlich stehen sogenannte MINT-Lernpakete zur Verfügung, die für vier Wochen kostenlos ausgeliehen werden können. Diese enthalten Materialien zu Themen wie Energie oder Robotik und ermöglichen einfache, aber wirkungsvolle Experimente direkt in der Gruppe.


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