Mehr Gruppen, mehr Personal, 21 Bauprojekte: Kinderbetreuung im Bezirk Kirchdorf wächst
BEZIRK KIRCHDORF. Der Ausbau der Kinderbetreuung schreitet im Bezirk weiter voran. Laut aktuellen Zahlen des Landes Oberösterreich zählt Kirchdorf an der Krems landesweit zu den Regionen mit dem stärksten Zuwachs bei den Krabbelstuben. Gleichzeitig wird in zahlreiche Neu- und Ausbauprojekte investiert.

Im laufenden Kindergartenjahr 2025/26 werden im Bezirk Kirchdorf 2.354 Kinder in 63 Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen betreut. Dazu zählen Krabbelstuben, Kindergärten und Horte. Insgesamt stehen dafür 150 Gruppen sowie 509 Mitarbeiter zur Verfügung.
Deutlicher Ausbau bei Krabbelstuben
Besonders stark entwickelte sich das Angebot bei den Krabbelstuben. Innerhalb eines Jahres stieg deren Zahl im Bezirk von 32 auf 38. Damit verzeichnet Kirchdorf nach Braunau den zweitgrößten Zuwachs in Oberösterreich.
Landesweit entstanden seit dem Abschluss des „Pakts für das Kinderland Oberösterreich“ vor drei Jahren 208 neue Krabbelstubengruppen und 78 neue Kindergartengruppen.
21 Bauprojekte in Umsetzung
Derzeit werden im Bezirk Kirchdorf 21 Bauprojekte im Bereich der Kinderbildung und -betreuung umgesetzt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 21,1 Millionen Euro. Davon entfallen etwa 6,6 Millionen Euro auf elf Krabbelstubenprojekte und rund 14,5 Millionen Euro auf zehn Kindergartenprojekte.
Zu den größten Vorhaben zählen der Neubau einer neungruppigen Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtung in Kremsmünster mit Investitionen von rund 5,8 Millionen Euro, die Erweiterung der Einrichtung in Nußbach um zwei Gruppen um etwa 2,9 Millionen Euro sowie ein viergruppiger Neubau in Grünburg um rund 2,2 Millionen Euro.
Zusätzlich befinden sich laut Land Oberösterreich acht weitere Projekte in Planung.
Hohe Betreuungsquote
Nach Angaben des Landes steht im Bezirk Kirchdorf für 93,7 Prozent der betreuten Kinder ein ganztägiges Betreuungsangebot zur Verfügung. Rund ein Viertel der Kinder wird in Einrichtungen betreut, die den sogenannten VIF-Kriterien (Vereinbarkeitsindikator für Familie und Beruf) entsprechen.
Mehr Personal in den Einrichtungen
Auch die Zahl der Beschäftigten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Waren 2016 noch 340 Personen in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen des Bezirks tätig, sind es aktuell 509. Das entspricht einem Zuwachs von knapp 50 Prozent innerhalb von neun Jahren.
Geburtenrückgang wirkt sich aus
Während die Betreuungsangebote weiter ausgebaut werden, machen sich erstmals die geburtenschwachen Jahrgänge bemerkbar. Oberösterreichweit werden im aktuellen Arbeitsjahr 2025/26 insgesamt 67.408 Kinder in Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen betreut. Das sind um 495 Kinder weniger als im Vorjahr.
Trotz rückläufiger Kinderzahlen wurden landesweit zusätzliche Gruppen geschaffen. Im Kindergartenbereich entstanden 26 neue Gruppen, während gleichzeitig die Zahl der betreuten Kinder sank. Dadurch werden die Gruppen kleiner, was nach Angaben des Landes zu einer Verbesserung der Betreuungsqualität beitragen soll.
Bildungsreferentin und Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander verweist auf den weiteren Ausbau von Personal und Infrastruktur. Landesweit arbeiten mittlerweile 13.565 pädagogische Fach- und Assistenzkräfte in den Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen Oberösterreichs. Das Land budgetiert dafür im Jahr 2026 rund 452,5 Millionen Euro.


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