Kremsmünster plant neuen Kindergarten im Ortszentrum
KREMSMÜNSTER. Die Gemeinde wächst - und mit ihr auch der Bedarf an Kinderbetreuung. Seit 2021 ist die Zahl der Kindergartenkinder um rund 41 Prozent gestiegen. Damit verzeichnet die Marktgemeinde den stärksten Zuwachs in ganz Oberösterreich. Für die Verantwortlichen vor Ort ist klar: Die Infrastruktur muss mit dieser Entwicklung Schritt halten.

Der gestiegene Bedarf an Kindergartenplätzen „zeigt die hohe Lebensqualität in Kremsmünster, fordert aber auch unsere Infrastruktur“, sagt Bürgermeisterin Dagmar Fetz-Lugmayr (ÖVP).
Schon seit einigen Jahren wird daher gemeinsam mit dem Land Oberösterreich an einem neuen Kindergartenprojekt gearbeitet. Geplant ist ein Neubau direkt im Zentrum, am bestehenden Standort. Der Entwurf setzt auf einen modernen Holzbau, der sich harmonisch in den großzügigen Spielgarten mit seinem alten Baumbestand einfügt. Die Architektur ist offen und pavillonartig gedacht – mit viel Platz für Bewegung, Lernen und Begegnung im Grünen.
Kurze Wege, keine neue Bodenversiegelung
Ein zentraler Vorteil des Projekts: Die Einrichtung bleibt mitten im Ort. Kurze Wege für Familien und die Nähe zu bestehender Infrastruktur sollen den Alltag erleichtern. Gleichzeitig wird auf zusätzliche Bodenversiegelung verzichtet, da der Neubau auf bereits genutzter Fläche entsteht.
Positive Signale aus dem Land
Beim Lokalaugenschein zeigte sich Landeshauptmann-Stellvertreterin Christine Haberlander (ÖVP) vom Konzept überzeugt. Besonders hervorgehoben wurden die Verbindung aus pädagogischem Anspruch, nachhaltiger Bauweise und der bewussten Standortwahl im Ortskern. Die Betreuung der Kinder „in der Mitte der Gemeinde“ wird dabei als gesellschaftliches Signal verstanden.
Finanzierung in Ausarbeitung
Aktuell wird gemeinsam an der Finanzierung des Projekts gearbeitet. Sowohl die Gemeinde als auch das Land Oberösterreich wollen ihren Beitrag leisten. Für alle Beteiligten steht fest: Investitionen in Kinderbetreuung sind Investitionen in die Zukunft.
Impuls für Ortskern und Umwelt
Neben dem Ausbau der Bildungsinfrastruktur soll das Projekt auch zur Belebung des Ortszentrums beitragen und gleichzeitig den gewachsenen Grünraum erhalten.
Nächste Schritte noch offen
Mit den bereits geleisteten Vorarbeiten sieht sich die Gemeinde auf einem guten Weg. Wann genau der Baustart erfolgen kann, hängt nun von den weiteren Planungsschritten und der Finanzierung ab. Klar ist jedoch: Der Bedarf ist da – und die Weichen für die Zukunft werden bereits gestellt.


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