Mollnerin Verena Stauffer gewinnt Literaturpreis Floriana 2026
MOLLN/ST. FLORIAN. Die in Molln aufgewachsene Schriftstellerin Verena Stauffer hat den ersten Preis der FLORIANA 2026 gewonnen. Für ihren Text „Hintergrundstrahlung einer Butterblume“ erhielt sie 7.000 Euro. Die Auszeichnung wurde am Sonntag, 25. Oktober, im Stift St. Florian überreicht.

Die 17. Ausgabe des alle zwei Jahre stattfindenden Literaturwettbewerbs stand unter dem Motto „Aufbruch“. Insgesamt wurden 334 Texte eingereicht. Neun Autoren aus Österreich, Deutschland und Slowenien erreichten das Finale und stellten ihre Arbeiten bei öffentlichen Lesungen einer fünfköpfigen Fachjury und dem Publikum vor.
Ausgezeichneter Text über ein Kernkraftwerk
Stauffers Text erzählt von der drohenden Inbetriebnahme eines Kernkraftwerks. Die Jury hob das Zusammenspiel von technisch-kühler Sprache und Naturbeschreibungen hervor. Dabei werde das Zusammenleben der Menschen als möglicher Störfall dargestellt.
Verena Stauffer wurde 1978 in Kirchdorf geboren und wuchs in Molln auf. Sie studierte Philosophie an der Universität Wien und absolvierte die Leondinger Akademie für Literatur sowie die Lyrikkritikakademie Berlin. Heute lebt sie als selbständige Schriftstellerin in Wien.
Bereits mehrfach ausgezeichnet
Mit ihren Lyrikbänden „Ousia“ und „Kiki Beach“ war Stauffer bereits zweimal für den Österreichischen Buchpreis nominiert. 2025 las sie beim Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Im Jahr 2026 wurde ihr zudem der George-Saiko-Preis zugesprochen. Zu ihren Veröffentlichungen zählen der Roman „Orchis“, der Prosaband „Geschlossene Gesellschaft“ und der Roman „Strahlen“.
Vier Preise vergeben
Der zweite Preis und 3.500 Euro gingen an Karosh Taha für „Gulistan“. Markus Köhle erhielt für „Arbeiterkind“ den dritten Preis, der mit 2.000 Euro dotiert war. Den von der OÖ Versicherungs AG gestifteten Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro bekam Lukas Meschik für „Musk on Mars“. Insgesamt wurden damit 14.000 Euro vergeben.
Veranstaltet wurde die dreitägige FLORIANA von der Marktgemeinde St. Florian. Für Idee und Organisation zeichneten Charlotte und Klaus Liedl verantwortlich.








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