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Leserartikel Daniela Schmierer, 10.07.2015 11:54

Bezirk. Najwa ist letztes Jahr aus Syrien geflohen und  erinnert sich nur ungern an die Zeit, als sie „in einem goldenen Käfig“ saß. In Syrien war sie leidenschaftlich als Englischlehrerin tätig und in Österreich wusste nicht, was sie mit ihrer Zeit anfangen sollte.

An einem Nachmittag wurden bereits 100 kg Erdbeeren gepflückt und zu Marmelade verarbeitet.
An einem Nachmittag wurden bereits 100 kg Erdbeeren gepflückt und zu Marmelade verarbeitet.

Flüchtlinge in Österreich ist es noch immer verboten zu arbeiten. Najwa ist nur eine von 4000 Asylwerbern die derzeit in Oberösterreich betreut werden und auf einen positiven Bescheid warten. Und das kann dauern. „Während dieser langen Wartezeit werden die Menschen lethargisch. Das Gefühl der Anerkennung und des Selbstwertes sinkt“, sagt Johannes Brandl, Geschäftsführer der SPES Zukunftsakademie. „Und nach Erhalt des positiven Bescheids, sollen die Menschen rasch am  Arbeits- und Wohnungsmarkt Fuß fassen und zudem gut drauf sein.“ Da dies nicht funktionieren kann, fand er einen Weg der Besserung. Gemeinsam mit der Caritas OÖ gründete er den Verein „Conclusion“. Ein Netzwerkverein, bei dem den Asylwerbern gemeinnützige Arbeit vermittelt wird, und sie ihre Stärken leben können.

Kompetenzen nützenInitiator Johannes Brandl hat beobachtet, dass es unter den Flüchtlingen eine Reihe sehr gut ausgebildeter Fachkräfte gibt, deren Wissen in Österreich untergeht. So ist es seine Vision von „Conclusio“, die Menschen in Arbeitsfelder wie Gemüseanbau, Unterstützung bei Familien, Landschaftspflege und als Assistenz in Schulen, einzusetzen. Die Frauen und Männer sind  nicht nur wertvolle Hilfskräfte für uns, sondern nehmen auch viel Wissen aus ihren Ländern mit. Gleichzeitig findet ein Kennlernen im positiven Rahmen statt, und das „Gebraucht werden“ dient dem Wohlbefinden der potenziellen Österreicher.Nun ist die Mithilfe aller Interessierten dankbar gewünscht. Ob als Begleiter, Gruppenleiter oder „Arbeitgeber“.Weitere Infos zum Verein oder Ideen anzugeben bei Johannes Brandl: 0664/4410607 od. brandl@spes.co.at


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