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KIRCHDORF/KREMS. Traditionell wurde auch heuer wieder das Martinsfest im Kindergarten Hellerwiese gefeiert. Die Kinder hören die St.-Martins-Legende über Armut, Mitgefühl und die Bereitschaft zu helfen. Im Zuge dieser Thematik schlug ein Kind vor: „Warum laden wir nicht die „Neuen Österreicher“ zum Martinsfest ein?“ 

Flüchtlinge, die vorübergehend in Kirchdorf eine Heimat gefunden haben, feierten mit den Kindern des Kindergartens Hellerwiese das Martinsfest.

Von dieser Idee waren alle begeistert und so feierten zehn Flüchtlinge – junge Männer aus Syrien, Irak, Jemen und Afghanistan – das Martinsfest im Kindergarten.

Ein Tag mit den Flüchtlingen

Die Kinder spielten die Legende, sangen Lieder und teilten mit den Gästen die Kipferl. Die Flüchtlinge blieben den ganzen Tag und klinkten sich in den Alltag ein. „Sie spielten mit den Kindern, zeigten ihnen ihre Schrift und wir alle hatten gemeinsam viel Spaß. So war das Martinsfest nicht nur eine traditionelle Feier, sondern ein Anlass, in aktuellen gegenwärtigen Situationen aufeinander zuzugehen“, erzählt Kindergartenleiterin Lydia Ballenstorfer, „wenn wir unsere Kinder zu Menschen erziehen wollen, die einen Blick für die Ungerechtigkeit in der Welt haben, dafür ein Stück Verantwortung übernehmen wollen und bereit sind zu teilen, dann müssen wir sie in ihrer Fähigkeit unterstützen, mit anderen zu fühlen und dies aus ihrer eigenen Lebenswirklichkeit heraus.


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