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BEZIRK KIRCHDORF. Heute, am Welttag der humanitären Hilfe, möchte Kirchdorfs Bezirksstelle des Roten Kreuzes auf die Situation von armutsgefährdeten Menschen aufmerksam machen.

Die Rotkreuz-Märkte bieten Waren des täglichen Bedarfs zu stark reduzierten Preisen an. (Foto: OÖRK/Kirchdorf)

Der Alltag wird derzeit durch die wirtschaftlichen und sozialen Folgen der Corona-Krise beeinträchtigt. Dabei sind armutsgefährdete Menschen besonders betroffen. Das Ziel der Rotkreuz-Märkte ist es, diese würdevoll zu unterstützen. Laut einer aktuellen Befragung sind 85 Prozent der Kunden mit dem Angebot sehr zufrieden.

Armut kann jeden treffen

Ein Schicksalsschlag in der Familie, eine plötzliche Krankheit oder der Verlust des Arbeitsplatzes. Armut kann jeden treffen. Seit 2009 hilft das OÖ. Rote Kreuz mit Rotkreuz-Märkten. Der Bedarf an Hilfe steigt kontinuierlich. Alleine im Vorjahr verzeichneten die Märkte landesweit rund 68.700 Einkäufe. „In Oberösterreich haben wir die bundesweit höchste Kundenbindung“, freut sich Bezirkskoordinatorin Monika Felbermayr über die Ergebnisse einer aktuellen, österreichweiten Kundenbefragung . Ausschlaggebend dürften Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit und Kompetenz der in den Rotkreuz-Märkten freiwillig tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sein. 92 Prozent der befragten Kunden bewerten diese als „hervorragend“ oder „sehr gut“. Der Bundesschnitt liegt bei 77 Prozent.

Wegwerfen von Lebensmittel kommt nicht in Frage

Die durchschnittliche Rotkreuz-Markt-Kundschaft in Oberösterreich ist mehrheitlich weiblich, zu 50 Prozent im Ruhestand und spricht zu 81 Prozent die „Erstsprache Deutsch“. Gekaufte Waren wegzuwerfen kommt für 96,4 Prozent der Befragten nicht in Frage. 32 Prozent der Kunden bekommen von einer Oberösterreichischen Sozialberatungsstelle den Hinweis, Lebensmittel oder Textilien in einem Rotkreuz-Markt einkaufen zu können.

Bezirksstellenleiter Dieter Goppold: „Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar.“

Schon vor der Corona-Krise galten 153.000 Menschen laut Statistik Austria in Oberösterreich als armutsgefährdet. Ihr Leben ist geprägt von großen finanziellen und auch seelischen Sorgen. „Armut ist oft erst auf den zweiten Blick sichtbar. Existenzsorgen und Nöte spielen sich meistens hinter verschlossenen Türen ab“, weiß Bezirksstellenleiter Dieter Goppold.


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