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Pflegestipendiat Tobias aus Kremsmünster: "Für mich gibt es nichts Schöneres, als die Dankbarkeit von Menschen, denen man etwas Gutes tun kann"

Sophie Kepplinger, BA, 27.12.2022 14:02

KREMSMÜNSTER. Tobias aus Kremsmünster macht derzeit die Ausbildung zum Diplomsozialbetreuer Familienarbeit in der Caritas-Schule in Linz-Urfahr. „Ich wollte schon immer einen sozialen Beruf ausüben. Für mich gibt es nichts Schöneres, als die Dankbarkeit von Menschen, denen man etwas Gutes tun kann“, sagt der 26-Jährige. Die Ausbildung ist nicht nur persönlich bereichernd, sondern auch mit einem erfreulichen Nebeneffekt verbunden: dem Pflegestipendium des Landes OÖ in Höhe von 600 Euro pro Monat.

Tobias ist froh, finanzielle Stabilität durch das Pflegestipendium vom Land OÖ zu haben. (Foto: privat)

Tobias wollte schon immer einen sozialen Beruf ausüben und Menschen unterstützen: „Ich freue mich darauf, verschiedene Menschen kennen zu lernen und unterstützen zu können. In der Ausbildung erlebe ich auch, dass ich mich dadurch persönlich weiterbilde und das ein oder andere für mein späteres Familienleben mitnehmen kann.“ Das oberösterreichische Pflegestipendium bedeutet für ihn eine finanzielle Stabilität: „Dass ich den Tank auffüllen und mir manchmal ein gutes Frühstück vom Bäcker holen kann, ohne dass ich jeden Cent gleich zwei Mal umdrehen muss.“

Zwei mögliche Pflegestipendien

Schulleiterin Ursula Robausch-Weichhart von Linz-Urfahr ist ebenso froh, dass es nun das oberösterreichische Pflegestipendium gibt und erklärt: „Statt dem oberösterreichischen Pflegestipendium können Personen ab 20 Jahren ab Jänner auch das Pflegestipendium des Bundes in der Höhe von mindestens 1.400 Euro monatlich über das AMS beantragen.“ Beide Pflegestipendien gelten für alle Ausbildungszweige in den drei Caritas-Schulen, also Altenarbeit, Behindertenarbeit, Behindertenbegleitung und Familienarbeit. „Es ist eine Wertschätzung, gerade in den Sozialbetreuungsberufen wird dringend Personal benötigt. Wir sind überzeugt, dass das Stipendium die ein oder andere Person motiviert, in diesen Bereich ein- oder umzusteigen.“ 

Eine Ausbildung, vier Berufe

In den beiden Linzer Caritas-Schulen starten die nächsten Fachausbildungen in der Altenarbeit und Behindertenbegleitung im Februar. Im September starten alle Ausbildungszweige an den drei Schulen. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Tobias hat mit seinem gewählten Ausbildungszweig, Diplom-Sozialbetreuung Familienarbeit in Kombination mit Fach-Sozialbetreuung Behindertenarbeit, gleich vier Berufe in der Tasche: in der Familienarbeit, in der Behindertenarbeit, als Pflegeassistenz und als sozialpädagogische Fachkraft in der Kinder- und Jugendhilfe. Damit stehen ihnen auch in den Bereichen der Kin­der- und Jugendhilfe interessan­te Beschäftigungsfelder offen, sowohl in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen in einer sozialpädago­gischen Einrichtung, als auch in der mobilen Unterstützung von Familien.

Start ab 16 Jahren möglich

Der Start der Ausbildung ist bereits mit 16 Jahren möglich in Form des einjährigen Vorbereitungslehrganges, den es an der Caritas-Schule in Linz ab September gibt. Dieser ist außerdem auch für Menschen gedacht, die Deutsch nicht als Muttersprache haben. Personen ab 18 Jahren können für diese einjährige Vorbereitungszeit eine finanzielle Unterstützung durch die Implacementstiftung beantragen.

Nähere Information zu den Ausbildungen unter www.ausbildung-sozialberufe.at

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