Die Kunst des Räucherns: Positive Energie und Glück zum Jahreswechsel
KREMSMÜNSTER. Rund um den Jahreswechsel gibt es viele Rituale und Bräuche. Einer dieser Bräuche ist das Räuchern, welches besonders zu den zwölf Raunächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag zelebriert wird. Welche Chancen diese zwölf Nächte bergen und welche Räuchermischung besonders gut duftet, verrät Apothekerin Gabriele Kerber-Baumgartner aus Kremsmünster.

„In vielen Kulturen, so auch in Oberösterreich, hat das Räuchern eine lange Tradition“, erklärt Gabriele Kerber-Baumgartner von der Apotheke Hofwiese in Kremsmünster. Das „Rauka“ um die Raunächte ist ein Brauch, der bis in die heutige Zeit erhalten geblieben ist. Die Rituale, die mit dem Räuchern verbunden werden, werden oft von Gebeten, stillen Gedanken oder Gesang begleitet. „Dem aufsteigenden Rauch werden Wünsche und Hoffnungen mitgegeben, die Glück und positive Kraft zum Jahreswechsel bringen“, erzählt Kerber-Baumgartner. Das Räucherwerk variiert dabei von Haushalt zu Haushalt und spiegelt häufig familiäre Traditionen wider. „Viel verräuchert wird Weihrauch, der leider oft gefärbt und beduftet in den Handel kommt. Intensive Farben wie rote, goldene oder schwarze Weihrauchkörner weisen auf behandelten Weihrauch hin“, erklärt die Apothekerin. Sie empfiehlt daher, beim Kauf auf unverfälschte Qualität zu achten.
Besonders betont sie die Verwendung von heimischen Zutaten für die Festtage. Eine typische Mischung besteht aus Beifuß, Schafgarbe, Wacholderbeeren oder -nadeln, Rosenblütenblättern und Salbei, die mit frischem Fichtenharz vermengt werden. Diese Mischung lässt man antrocknen, sie kann bereits nach ein paar Tagen verwendet werden. „Diese Mischung ist regional, duftet herrlich und bringt Festtagsstimmung ins ganze Haus“, erklärt die Apothekerin.


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