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Der Winterblues – und wie man ihn vertreibt

Regina Wiesinger, 11.02.2025 18:01

PETTENBACH. Es ist ein kalter, grauer Wintermorgen und das Aufstehen fällt schwer. Der sogenannte Winterblues betrifft viele Menschen. Aber wie unterscheidet er sich von einer Depression, und was kann man tun, um den Winter etwas heller zu machen? Bernadette Bruckner, Gesundheitsmanagerin und psychologische Beraterin in Pettenbach, klärt auf.

Wenn sich der Winterblues gar nicht mehr legt, sollte professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden. (Foto: Rawpixel.com/adobe.stock.com)

Der Winterblues ist ein vorübergehendes Stimmungstief, das häufig bei trübem Herbst- und Winterwetter auftritt. Der Grund: Weniger Sonneneinstrahlung führt zu einer geringeren Ausschüttung von Serotonin, dem Glückshormon. Mit dem Frühling und den länger werdenden Tagen verschwindet der Winterblues meist von allein. „Eine Depression hingegen ist tiefergehend und anhaltender. Wenn die Niedergeschlagenheit nicht vergeht oder sich verschlimmert, ist es wichtig, professionelle Unterstützung in Anspruch zu nehmen“, betont Bruckner.

Maßnahmen für Betroffene

Wenn die Stimmung im Keller ist, hilft oft ein Schritt nach dem anderen. Für Menschen, die sich isoliert fühlen, können soziale Kontakte eine enorme Hilfe sein. Wenn der Winterblues stärker wird, können auch kleine Rituale helfen: eine Kerze anzünden, ein gutes Buch lesen oder Musik hören, die das Herz berührt.

„Auch die Ernährung spielt eine Rolle“, erklärt Bruckner. „Lebensmittel, die reich an Tryptophan sind, wie etwa Bananen, Nüsse oder Käse, unterstützen die Produktion von Serotonin, unserem Glückshormon“, so die Pettenbacherin. Und wenn die Sonne sich selten zeigt, könne eine Vitamin-D-Ergänzung helfen. „Für all jene, die den Winterblues verspüren: Einfach mal ausprobieren, was Freude bringt – eine kleine Meditationsreise, gute Musik oder eine Dankbarkeitsliste. Und wenn es schwerfällt, die Stimmung allein zu heben: keinesfalls zögern, sich Unterstützung zu holen. Hilfe ist da, niemand wird allein gelassen“, so Bruckner.

Psychosoziale Beratungsstelle Kirchdorf
Brunnenweg 1-3, 4560 Kirchdorf
07582 5100110
www.pmooe.at
psb.kirchdorf@promenteooe.at

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