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Ein Sieg war zu wenig: Taekwondo-Kämpferin Marlene Jahl scheitert bei Olympia-Qualifikation

Susanne Winter, MA, 11.03.2024 08:00

KIRCHDORF AN DER KREMS/EIDENBERG. Marlene Jahl aus Eidenberg vom Taekwondo Verein Kirchdorf gewann das erste Match beim Olympia-Qualifikationsturnier in Sofia in der Klasse +67 Kilogramm mit 2:1 gegen die Montenegrinerin Andela Berisaj. Im entscheidenden zweiten Kampf gegen die Russin Polina Khan unterlag die 28-Jährige aber mit 0:2 (2:2, 2:6). Das bedeutete das Aus für ihren Traum von Olympia 2024 in Paris.

  1 / 3   Marlene Jahl hat die Qualifikation für Olympia 2024 in Paris nur knapp nicht geschafft. (Foto: ÖOC/Florian Rogner)

20 Jahre nach der letzten rot-weiß-roten Olympia-Teilnahme im Taekwondo 2004 in Athen durch Nevena Lukic und Tuncay Çaliskan, war Marlene Jahl, wie zuletzt bei der Qualifikation 2021 für Tokio, nur einen Sieg vom Olympia-Ticket entfernt. In beiden Runden beim Qualifikationsturnier war die Heeressportlerin Marlene Jahl knapp dran, nur die Punkte fielen fast immer zugunsten der WM-Dritten in der Klasse bis 73 Kilogramm.

„Ich bin extrem enttäuscht, weil ich in den letzten drei Jahren wirklich alles reingeworfen habe, was ich hatte. Es war leider wieder zu wenig“, sagte Jahl in einer ersten Reaktion, nicht ohne ihrem Team zu danken: „Für meinen Coach Markus Weidinger und alle, die mich auf meinem Weg zu meiner Olympia-Chance begleitet haben, tut es mir am meisten leid. Sie haben so viel Zeit und Herzblut investiert. Danke dafür und sorry, dass ich es nicht über die Ziellinie geschafft habe…“

Marlene Jahl gewann im Anschluss noch das für die direkte Qualifikation für Paris bedeutungslose Match um Bronze gegen die Israelische Vize-Weltmeisterin Dana Azran, die als Nummer drei gesetzt war, glatt mit 2:0 (11:2, 9:2). Die zwei Olympiatickets in der Klasse +67 Kilogramm gingen an Petra Stolbova (Tschechien) und Polina Khan (Russland).

Geringe Chance bleibt

„Für Marlene bleibt mit dem dritten Platz in der Europa-Qualifikation die Mini-Chance als Nachrückerin doch noch in Paris starten zu dürfen. Falls jemand disqualifiziert wird oder wenn russische Athleten doch nicht unter neutraler Flagge starten dürfen“, sagt Österreichs Taekwondo-Generalsekretär Martin Danler. Die Hoffnung stirb zuletzt.


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