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Naturschutzlandesrat Haimbuchner zum Thema Skischaukel: „Ein Naturschutzgebiet kann nicht einfach aufgehoben werden“

Susanne Winter, MA, 02.12.2016 11:50

PYHRN-PRIEL/LINZ. Die Pressekonferenz der neun Bürgermeister der Pyhrn-Priel-Region, bei der sie für eine Verbindung von Höss und Wurzeralm eintraten, sorgte für Reaktionen bei den Grünen und der FPÖ.

Naturschutzreferent Manfred Haimbuchner, Foto: APA / fotokerschi.at / Werner Kerschbaum
  1 / 3   Naturschutzreferent Manfred Haimbuchner, Foto: APA / fotokerschi.at / Werner Kerschbaum

Die Landes- und Naturschutzsprecherin der Grünen Maria Buchmayr ist überzeugt, der Tourismus habe den Blick auf das Ganze verloren. „Es geht um einen massiven Eingriff in das bestehende Naturschutzgebiet Warscheneck. Wenn man nur mehr von Stillstand und Abwanderung spricht und alles von dieser Skischaukel abhängig macht, hat der Tourismus den Blick auf das Ganze offensichtlich verloren. Die Zukunft der nächsten Generationen hängt definitiv nicht von dieser Skischaukel ab.“

Ausbau des Ganzjahres-Tourismus und Modernisierung der Infrastruktur

Buchmayr schlägt vor, die Stärken auszubauen und die naheliegenden Potenziale auszunutzen. Dabei bezieht sie sich auf den Ausbau des Ganzjahres-Tourismus und die Modernisierung der Infrastruktur auf der Wurzeralm. „Der Tourismus soll nicht im Irrglauben verharren, nur eine nicht genehmigungsfähige und unrentable Skischaukel im Naturschutzgebiet würde das Stodertal und die Wurzeralm überleben lassen. Das ist nämlich nicht der Fall“, so Buchmayr.

Konkretes Projekt fehlt

Landeshauptmann-Stellvertreter und Naturschutzlandesrat Manfred Haimbuchner (FPÖ) betont, dass „noch immer kein konkretes Projekt eingereicht wurde. Dies ist aber Voraussetzung, um eine verbindliche Aussage über die Machbarkeit treffen zu können. Ein Naturschutzgebiet kann nicht einfach aufgehoben werden, wenn die betroffenen Schutzgüter immer noch dort anzutreffen sind. Wir haben aber schon seit Längerem dargelegt, dass eine Verbindung Vorderstoder nach Hinterstoder ein realistisches Projekt wäre.“

Finanzielle und regionale Auswirkungen

Der freiheitliche Bezirksparteiobmann, Landtagsabgeordneter Michael Gruber dazu: „Bevor ein kostenintensives Konzept umgesetzt werden kann, müssen wir uns eindringlich mit den tatsächlichen finanziellen und regionalen Auswirkungen auseinandersetzen. Nur ein gut durchdachtes Konzept lenkt die regionale Entwicklung in eine positive Richtung.“


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