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Personalknappheit bei Polizei setzt sich auch im Bezirk Kirchdorf fort

Leserartikel Jakob Weiermair, 25.07.2017 11:26

BEZIRK KIRCHDORF/OÖ. Wie die Oberösterreichischen Nachrichten in der vergangenen Woche berichteten, sind in Oberösterreich 446 Dienstposten bei der Polizei aktuell nicht besetzt. Und auch im Bezirk Kirchdorf fehlen Polizisten.

Foto: weihbold
Foto: weihbold

Die Differenz zwischen Planung und Wirklichkeit wurde durch die Beantwortung einer parlamentarischen Anfrage der SPÖ durch Innenminister Sobotka ersichtlich. Demnach sei die Zahl der fehlenden Polizisten für Oberösterreich innerhalb eines halben Jahres um 43 gestiegen. Ein Trend, der sich auch im Bezirk Kirchdorf wiederspiegelt: In der Polizeiinspektion Kirchdorf sind laut den Zahlen des Innenministeriums derzeit 4,4 Vollzeitäquivalente Stellen nicht besetzt. In Kremsmünster sind 15,3 statt der planmäßigen 17 Vollzeitäquivalente aktuell besetzt. In Pettenbach fehlt derzeit ein Beamter in Vollzeit, im Steyrtal sind es zwei und in Windischgarsten sind 4,2 der Vollzeitäquivalente unbesetzt.

Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) reagierte in einer Aussendung auf die aktuellen Zahlen: „Wir müssen der Polizei die nötigen Mittel zur Verfügung stellen. Hier wird die neue Bundesregierung gefordert sein.“ Auch Sicherheitslandesrat Elmar Podgorschek (FPÖ) sieht aufgrund der Zahlen dringenden Handlungsbedarf: „Unsere Menschen haben ein Recht auf Sicherheit, genauso wie jede Polizeiinspektion auf einen geregelten Dienstbetrieb ohne Personallücken“, so Podgorschek. Eine Personalaufstockung hält auch der Sicherheitssprecher der SPOÖ, Hermann Krenn, für angezeigt: „Wir brauchen deutlich mehr neue Kräfte für Oberösterreich, sonst gelingt es kaum, die Pensionierungen auszugleichen.“

Bezirkspolizeikommandant Franz Seebacher erklärt: „Wir versuchen das Minus, das sich nicht nur aufgrund unbesetzter Planstellen, sondern auch aus anderen Gründen (Karenzierungen, Zuteilung zu anderen Einheiten) ergibt, durch die Verschiebung von Ressourcen entsprechend auszugleichen. Mit Einsatz gelingt es uns selbstverständlich, die an uns gestellten Anforderungen im Bezirk zu bewältigen und die Aufrechterhaltung der Sicherheit zu gewährleisten. Es wäre jedoch wünschenswert, wenn die Personalsituation dem für den Bezirk vorgesehenen Plan-Soll angepasst wird.“


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