Sommergespräch Neos: "Man braucht sachliche Diskussionen und Lösungen"
BEZIRK KIRCHDORF. Tips sprach mit den Abgeordneten Gerhard Edelsbacher aus Windischgarsten und Karin Doppelbauer aus Grieskirchen über ihre politischen Ziele, den Handlungsbedarf im Bezirk und über die Nationalratswahl.

Tips:Was wollen die NEOS im Bezirk Kirchdorf erreichen?
Gerhard Edelsbacher: Wir wollen der Abwanderung in die Städte entgegenwirken und den Tourismus sowie die Landwirtschaft stärken. Gemeinden erhalten pro Bürger Geld. In den Städten bekommt die Gemeinde pro Bürger doppelt so viel Geld, wie eine Gemeinde am Land. Dies wollen wir beenden.
Karin Doppelbauer: Wir wollen außerdem einen Bürokratieabbau erreichen und den Förderalismus beenden, der am meisten Geld kostet. Zudem ist noch wichtig zu erwähnen, dass die „Förderung“, die Bauern erhalten, eigentlich nicht als Förderung bezeichnet werden kann, denn es ist eine Leistungsabgeltung.
Tips: Welche Themen beschäftigen die NEOS im Bezirk im Moment?
Gerhard Edelsbacher: Uns beschäftigen die Skischaukel in Hinterstoder sowie der damit verbundene Tourismus. Die Skischaukel ist zwar gut für den Tourismus, aber man darf auch den Umweltschutz dabei nicht vergessen. Zudem hat die ländliche Bevölkerung auch ein Recht auf einen Arbeitsplatz vor der Haustür sozusagen, wie die Stadtbewohner. Beim Ausbau des Skigebietes muss man sachlich an die Thematik herangehen und Lösungen entwickeln.
Karin Doppelbauer: Wir wollen keine ideologischen Debatten, sondern man braucht sachliche Diskussionen und Lösungen.
Tips: Wo ist im Bezirk noch Handlungsbedarf?
Gerhard Edelsbacher: Beim Thema Landflucht, freies Unternehmertum, beim Bürokratieabbau, bei der Arbeitszeitflexibilisierung, bei der Kinderbetreuung undbei dem Thema Landärzte.
Tips: Was sind Ihre Ziele und Wünsche für die kommende Nationalratswahl im Herbst?
Gerhard Edelsbacher: Die Arbeitszeitflexibilisierung und eine Reform der Gewerbeordnung sind unter anderem unsere Ziele für die Nationalratswahl.
Karin Doppelbauer: Unser Kernthema ist die Bildung. Weiters wollen wir die Halbierung der Parteienförderung und eine Abschaffung der Pflichtmitgliedschaft bei Kammern. Zudem wollen wir eienn starken Rechtsstaat mit gleichzeitig schlanker Verwaltung und weniger Förderalismus. Auch die Europäische Union gehört reformiert.
Tips: Gibt es sonst noch etwas von Ihrer Seite, was wir noch nicht angesprochen haben?
Karin Doppelbauer: Eine Transparenz der Einnahmen bei Parteien und anderen Organisationen ist uns ein Anliegen.
Gerhard Edelsbacher: So auch eine Offenlegung der Einnahmen der Wirtschaftskammer beispielsweise.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden