Luft nach oben bei der Lehrlingszahl im Bezirk Kirchdorf
BEZIRK KIRCHDORF. Die Monate August und September sind für den Wirtschaftsstandort spannende Monate. Es stellt sich heraus, wie viele Jugendliche im Alter von 15 Jahren den Schritt in die duale Ausbildung gewagt haben.

Was die Zahlen Ende August betrifft, so atmen die Verantwortlichen der WKO Kirchdorf auf. Mit Stichtag 31.08.2018 waren es 301 Jugendliche im ersten Lehrjahr. Das ergibt ein sehr erfreuliches Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. „Das ist eine Bestätigung für die Ausbildungsbetriebe und für uns, dass wir den richtigen Zukunftsweg gehen. In diese Richtung müssen wir alle gemeinsam weiterarbeiten“, sagt WKO-Obmann Klaus Aitzetmüller.
Lehre weiter aufwerten
„Seit den 90er-Jahren ist der Wirtschaftsstandort Bezirk Kirchdorf aufgrund der Schwerpunktausrichtung ,Metall- und Kunststoffformgebung' sehr erfolgreich. Im Sog dieser Schwerpunktsetzung konnten sich einige andere Branchen ebenfalls gut entwickeln. Tatsache ist, engagierte Lehrlinge werden derzeit wesentlich mehr benötigt, als derzeit zur Verfügung stehen“, so Aitzetmüller.
Fachkräfte von morgen
Dem Fachkräftemangel kann laut WKO derzeit nur mit mehreren Maßnahmen begegnet werden: Die Zahl der Auspendler senken sowie einen qualifizierten Zuzug forcieren, aber in erster Linie die Lehre weiter aufwerten und mehr Jugendliche dafür zu begeistern. „Es geht um die Sicherung von qualitativen Fähigkeiten, von für die regionale Wirtschaft wichtigen Berufen und um das Sichern auch von Handwerks- und allgemeinen Dienstleistungen für die Bevölkerung“, macht der WKO-Obmann auf die Bedeutung aufmerksam.
Bedeutung der Lehre für den Lebensraum
Der WKO Kirchdorf ist es ein Anliegen, das Thema Lehrlinge noch stärker in das Bewusstsein der Bevölkerung zu bringen. In den vergangenen Jahren wurde diesem viel Raum gegeben. Die Bedeutung der Lehre für den Lebensraum ist durchaus in vielen Köpfen. „Jetzt ist es wichtig, noch mehr Begeisterung zu schaffen. Es darf kein Lippenbekenntnis bleiben, sondern es muss uns gemeinsam mit der Bevölkerung gelingen, die Lehrlingszahlen zu erhöhen“, betont Aitzetmüller.


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