Leistungen der Kirchdorfer Arbeitnehmer
BEZIRK KIRCHDORF. Die Arbeitnehmer leisten einen wesentlichen Beitrag für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmen im Bezirk. Dieses oft vernachlässigte Faktum will die Arbeiterkammer im Bewusstsein der Öffentlichkeit verankern.

Wenn es um die Leistungen der Unternehmen geht, dann tauchen die Arbeiternehmer oft nur in einem Nebensatz auf oder werden als Belastung und Kostenfaktor dargestellt. Diesen Umstand kritisiert Johann Kalliauer, Präsident der Arbeiterkammer Oberösterreich. Er will auf die Bedeutung der Arbeitnehmer für die Unternehmen und für die gesamte Gesellschaft aufmerksam machen. „Die Arbeitnehmer haben einen wesentlichen Anteil an der Wertschöpfung“, sagt Kalliauer.Um dieses „unterbelichtete Thema“ – so Kalliauer – vor den Vorhang zu holen, zieht die Arbeiterkammer Bilanz über die Leistungen der Kirchdorfer Arbeitnehmer.
Wille zur Arbeit und zur Mobilität
80 Prozent beträgt die Erwerbsquote im Bezirk. Kirchdorf liegt damit oberösterreichweit auf Platz drei.Auffallend ist, so Kalliauer, dass knapp drei Viertel der Arbeitssuchenden innerhalb von drei Monaten eine neue Beschäftigung gefunden haben. Er schließt daraus auf eine hohe Arbeitswilligkeit der Bevölkerung: „Die Menschen wollen rasch wieder in den Arbeitsmarkt einsteigen.“ Zudem nehmen viele Kirchdorfer weite Arbeitswege in Kauf. Drei Viertel der unselbstständig Beschäftigten pendeln am Arbeitsweg aus ihrer Heimatgemeinde aus. „Das Vorurteil, man muss den Leuten die Arbeit vor die Füße legen, damit sie etwas tun, stimmt nicht“, sagt Kalliauer.
Beitrag der Unitech-Mitarbeiter
Große Leistungen erbringen auch die Mitarbeiter der Firma TCG Unitech, einem der größten Arbeitgeber im Bezirk. Die Übernahme durch die Gnutti Carlo Group brachte eine Umstrukturierung der Arbeitsprozesse mit sich, sagt Unitech-Betriebsrätin Roswitha Grammer. Das bedeute zusätzliche Aufgabenbereiche, die Mitarbeiter einerseits als spannende Herausforderung empfinden können, gleichzeitig steige damit aber der Druck auf die Arbeitnehmer durch eine höhere Arbeitsdichte, so AK-Präsident Kalliauer.


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