Arbeiterkammer Kirchdorf hat 2019 rund 3,7 Millionen Euro für Mitglieder erstritten
BEZIRK KIRCHDORF. Die Arbeiterkammer (AK) Kirchdorf blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2019 zurück: Insgesamt konnten 3.679.165 Euro für die Mitglieder erkämpft werden.

4.134 Personen wandten sich 2019 an die AK Kirchdorf. „Die Arbeiterkammer ist nicht nur für die derzeit 23.888 Mitglieder im Bezirk, sondern auch für viele Nichtmitglieder die erste Anlaufstelle. Neben Arbeitnehmer kommen auch Pflegende, Lehrlinge, Konsumenten und Bildungshungrige,“ berichtet Hannes Stockhammer, Leiter der AK Bezirksstelle Kirchdorf. Die meisten Anfragen beziehen sich auf Lohn, Gehalt und Überstundenauszahlungen gefolgt von Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension.
Höchster erstrittene Betrag belief sich auf 40.000 Euro
Das Team in Kirchdorf bestehend aus fünf Mitarbeitern, hat in Summe 2019 für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 3.679.165 Euro erkämpft. Oft geht es dabei um kleine Beträge wie 76 Euro. Der höchste erstrittene Betrag belief sich jedoch auf 40.000 Euro für einen leitenden Angestellten nach fristloser Kündigung. „Neun von zehn Vorsprachen sind von Arbeitnehmern in Betrieben ohne Betriebsrat“, erzählt Stockhammer und verrät: „Wir haben unser Vorgehen etwas geändert und gehen jetzt rascher vor Gericht, weil manche Unternehmer auf Zeit spielen.“
Mehr sozialrechtliche Sorgen
„Auffällig ist, dass die sozialrechtlichen Sorgen wie Pension und Pflege von Angehörigen mehr werden“, erzählt Johann Kalliauer: „Bei Pflegegeld-Streitigkeiten erreichen wir oft eine Erhöhung von mehreren Pflegestufen.“
Digitalisierung gefördert
Seit vergangenem Jahr fördert die AK mit dem Digitalisierungsfonds Projekte mit bis zu 200.000 Euro. „Wir fördern Digitalisierungs-Projekte von Unternehmen, von denen die Arbeitnehmer profitieren. Es wurden bereits 60 bis 70 Projekte eingereicht“, erklärt Johann Kalliauer.


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