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PETTENBACH. Knapp fünfzig zukünftige Fachkräfte haben vergangenen Herbst ihre Ausbildung beim oberösterreichischen Hightechbetrieb Fronius gestartet. Diese Zahl möchte das Familienunternehmen auch dieses Jahr wieder erreichen – und das trotz der aktuell schwierigen Voraussetzungen. So stehen laut einer Studie der branchenübergreifenden Initiative „zukunft.lehre.österreich.“ rund 10.000 Lehrstellen österreichweit auf dem Spiel.

Lehrling Bianca Pramberger (Foto: Fronius International GmbH)
Lehrling Bianca Pramberger (Foto: Fronius International GmbH)

„Für uns ein Grund mehr, den Lehrlingen Mut zu machen. Wir sind ein zukunftsorientiertes Unternehmen, Kontinuität und Langfristigkeit gehören zu unserem Grundwortschatz. Es wird eine Zeit nach der Krise geben – und für diese Zeit wollen wir uns rüsten. Nur so können wir auch auf lange Sicht die Fachkräfte von morgen in unseren eigenen Reihen ausbilden“, ist die Leiterin der Lehrlingsausbildung Bettina Huemer überzeugt. Fronius bildet junge Menschen mittlerweile in 18 verschiedenen Berufsbildern aus. Da das Unternehmen in der Elektro- und Elektronikindustrie angesiedelt ist, wird häufig übersehen, dass auch Ausbildungen in der Metalltechnik möglich sind. Kein Wunder, stellt Fronius doch die gesamten mechanisch gefertigten Bauteile, hauptsächlich für die Schweißtechnik, selber her. Den Großteil dieser Arbeit übernehmen die Mitarbeiter am Standort Pettenbach, denn hier befindet sich das Herzstück der Zerspanungstechnik.

Vom konventionellen Drehen bis hin zum automatisierten CNC-Bereich

„Die Bauteile, die wir hier fertigen, werden anschließend weiterverarbeitet oder in Geräten verbaut“, erläutert Zerspanungstechniker-Lehrling Bianca Pramberger. „Der Beruf macht mir Spaß, weil ich jeden Tag etwas Neues mache. Außerdem finde ich, dass unser Team unschlagbar ist, weil wir einfach eine gute Gemeinschaft haben und perfekt zusammenpassen.“ Als künftiger Zerspanungstechniker sollte man ein gutes, räumliches Vorstellungsvermögen, ein mathematisches Verständnis und eine ruhige Hand haben. Die Lehrlinge durchlaufen während ihrer Ausbildung bei Fronius mehrere Abteilungen, vom konventionellen Drehen über die Endfertigung bis hin zum automatisierten CNC-Bereich, dem Fräsen und Drehen an der Maschine.

Abwechslungsreiche Ausbildung

„Das Coolste an meiner Ausbildung ist die Abwechslung“, freut sich Lehrling Luis Murtezaj. „Wir arbeiten an Bauteilen von der Planung bis zur Fertigung und suchen bei technischen Problemen immer die optimale Lösung. Die drei wichtigsten Dinge, die ich am Arbeitsplatz habe, sind mein Messschieber, meine Schutzbrille und ein Stift. Mein Anspruch morgens aufzustehen? Ganz klar: damit ich mich mit meinen Arbeitskollegen treffe und gemeinsam Spaß an der Arbeit und in der Firma haben kann.“

Starker Wachstum

Der Fronius Firmensitz in Pettenbach wurde zuletzt um ein großzügig gestaltetes Betriebsrestaurant, Seminar- und Sozialräumlichkeiten sowie rund 5.000 Quadratmeter Fertigungsfläche erweitert. „Mit dem Ausbau ist auch unser Bedarf an Fachkräften wieder gestiegen. Es ist insgesamt ein sehr starkes Unternehmenswachstum zu verzeichnen. Mit dem überdurchschnittlich großen Angebot an Lehrberufen setzen wir uns für eine Diversifizierung sowie eine weitere Spezialisierung ein. Im Rahmen des Projekts „Fronius Future Talents“ haben wir hierfür Ressourcen geschaffen, um ganz gezielt die Qualität der Lehrlingsausbildung weiter zu erhöhen“, sagt Bettina Huemer.


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