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KREMSMÜNSTER. „Österreich muss Mensch bleiben“ ist schon lange das Motto der SPÖ Kremsmünster. Darum brachte sie bei der letzten Gemeinderatssitzung einen Antrag ein, der die Aufnahme von Flüchtlingen aus Moria, Griechenland, fordert.

In der letzten Gemeinderatssitzung der Gemeinde Kremsmünster wurde der Antrag, Flüchtlinge aus Moria aufzunehmen, abgelehnt. (Foto: Gemeinde Kremsmünster)

Neben den insgesamt sieben Mandataren der SPÖ stimmten sechs Mandatare der ÖVP, darunter auch Kremsmünsters Bürgermeister Gerhard Obernberger (ÖVP), für den Antrag der SPÖ Kremsmünster. Durch vier negative Stimmen der FPÖ und 12 Enthaltungen (10 ÖVP, 2 FPÖ), wurde der Antrag schlussendlich jedoch abgewiesen. „In Moria spielt sich eine humanitäre Katastrophe ab und es muss Aufgabe der Politik sein, dieses Elend zu beenden“, ist Boro Lovric, Fraktionsobmann der SPÖ, enttäuscht über die Ablehnung. Auch Kremsmünsters Bürgermeister steht hinter dem Antrag: „Gerade unbegleitete Minderjährige brauchen Schutz, den wir als Gemeinde bieten können.“ Dass sich zehn seiner Parteikollegen bei der Abstimmung enthalten haben, und damit die Ablehnung des Antrags mittragen, begründet ÖVP Fraktionsobmann Martin Hallwirth mit der Befürchtung, die Kulturen seien zu verschieden und die Länder brauchen ihre Landsleute selbst, um sich wieder aufzubauen. Auch Bruno Oberhauser, Fraktionsobmann der FPÖ, sieht darin das größte Problem: „Ein Grundsatz unserer Partei ist, den Menschen vor Ort Hilfe zu leisten, so auch den Betroffenen in Griechenland. Aus diesen Gründen haben wir als FPÖ-Fraktion Kremsmünster einheitlich gegen diese Resolution gestimmt.“ Ganz vom Tisch ist das Thema jedoch noch nicht: Die SPÖ Kremsmünster arbeitet derzeit an einem neuen Antrag, den sie bei der Gemeinderatssitzung im Dezember vorstellen will.


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