Grüne: "Skigebietsanbindung im Stodertal ist Paradebeispiel für falschen Tourismusweg"
HINTERSTODER/VORDERSTODER/LINZ. Der von den Grünen eingebrachte Dringlichkeitsantrag, Oberösterreich zur Modellregion für einen nachhaltigen Tourismus zu machen, wurde bei der heutigen Landtagssitzung abgelehnt. Die geplante Skigebietsanbindung im Stodertal sei dabei ein „Paradebeispiel für einen falschen Tourismusweg.“

„Wir Grüne wollen das Land zur Modellregion für nachhaltigen, Tourismus machen, der die Natur schützt und genau davon profitiert. Aber ÖVP und FPÖ haben unseren dringlichen Antrag abgelehnt“, berichtet der Grüne Klubobmann LAbg. Severin Mayr, der in der Bewahrung der Naturjuwele die wichtigste Grundlage für den heimischen Tourismus sieht. „Damit sollte klar sein, dass nicht nur in der OÖ. Tourismusstrategie die Priorität auf naturnahe Tourismus-Projekte gelegt wird, sondern vor allem auch die Förderbedingungen dahingegen geändert werden und nur dorthin die Gelder fließen“, betont Mayr und verweist dabei auf die geplante Skischaukel im Stodertal.
Grüne unterstützen Bürgerinitiative „Lebenswertes Vorderstoder“
Gegen die geplante Anbindung des Skigebietes Hinterstoder Höss an die Gemeinde Vorderstoder hat sich seit geraumer Zeit auch eine Bürgerinitiative gestellt. Die Vertreter der Bürgerinitiative übergaben vor der heutigen Landtagssitzung ihre Forderung an die politisch Verantwortlichen. „Diese Initiative hat natürlich unsere volle Unterstützung. Denn dieses Projekt ist eine Naturzerstörung der Sonderklasse“, sagt die Grüne Tourismussprecherin LAbg. Ulrike Schwarz. Sie verweist darauf, dass der Erhalt der Naturräume als Priorität in der OÖ Tourismusstrategie zwar schon klar verankert ist, „aber das ist bei Politik und Investoren noch nicht wirklich angekommen.“ Überhaupt müsse sich Oberösterreich vom reinen Wintertourismus hin zum Ganzjahrestourismus entwickeln. „Dafür brauchen wir eine intakte Natur als wichtigste Ressource, um die heimische Tourismusbranche und damit auch viele tausende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen“, betont die Grüne Tourismussprecherin.


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