25.463 Unterschriften gegen die Skigebietserweiterung Hinterstoder-Vorderstoder
HINTERSTODER/VORDERSTODER/LINZ. Die Bürgerinitiative „Lebenswertes Vorderstoder“ sammelte über 25.000 Unterschriften gegen den geplanten Schigebietsanschluss von Vorderstoder an Hinterstoder. Die gesammelten Unterschriften wurde kürzlich vor der Landtagssitzung in Form einer drei Meter langen Rolle am OK-Platz in Linz Politikern der SPÖ, Grüne und NEOS übergeben.

„Angesichts des Klimawandels ist es unsinnig in ein Schigebietsprojekt auf einer Seehöhe von 750-1.200 Meter zu investieren. Weder der Verkehr zu den 1.000 neuen Parkplätzen, noch die mögliche Gefährdung unseres Trinkwassers oder die Naturzerstörungen durch neue Infrastrukturen passen zu unserem Bergdorf“, ist Christine Zauner, Initiatorin der Bürgerinitiative „Lebenswertes Vorderstoder“, überzeugt. Dieser Meinung schlossen sich auch über 25.000 Personen an, die die von Christine Zauner initiierte Petition unterschrieben haben. Etwa 14.000 der Unterschriften stammen von Oberösterreichern.
Übergabe der Unterschriften an SPÖ, Grüne und NEOS
Im Rahmen der Übergabe drückten die Dritte Landtagspräsidentin Gerda Weichsler Hauer (SPÖ) und der SPÖ-Klubobmann Michael Lindner ihr Verständnis für die Bewohner in der Region aus, die sich Sorgen über dieses Megaprojekt machen. Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) und Klubobmann Severin Mayr (Grüne) hoben hervor, dass das Schifahren auf weißen Pistenbändern durch die grüne Wiese nicht attraktiv sein wird und in dieser geringen Seehöhe von Vorderstoder der Regen in Zukunft als Regen fallen wird – den Beleg dazu bietet eine Studie von der Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb, die die Grünen in Auftrag gegeben haben. NAbg. Felix Eypeltauer von den NEOS gab sich indes überzeugt, dass es eigentlich nicht Aufgabe der Bürger sei, sinnlose Projekte zu verhindern. Die Politik sei hier gefordert Projekte gut zu planen und nach allen Richtungen zu überprüfen.
„Wir als Bürgerinitiative hätten uns schon erwartet, dass sich die zuständigen Politiker der Landesregierung Zeit nehmen, wenn über 25.000 Menschen ernsthafte Bedenken zu einem Projekt haben. Für den Profit einiger weniger kann man in Zeiten vom Klimawandel keine bewusste Gefährdung von wichtigen Ressourcen wie Boden und Wasser eingehen und gleichzeitig die Lebensqualität von Einheimischen beeinträchtigen“, betont Christine Zauner.


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