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Kirchdorfer Schülervertreter unterstützen Forderungen der Union Höherer Schüler

Susanne Winter, MA, 03.01.2022 19:19

BEZIRK KIRCHDORF. In den vergangenen zwei Jahren wurden die Schüler auf eine harte Probe gestellt. Um dennoch ein Schulsystem gewährleisten zu können, das niemanden benachteiligt, hat die Union Höherer Schüler einige Forderungen aufgestellt. Darunter fallen Themen wie eine angepasste Matura 2022, sichere Schulen durch Testungen und Impfungen sowie die Einführung des Schulfachs Demokratiebildung. Die Kirchdorfer Schülervertreter Vincent Reisner und Manuel Muttenthaler erklären diese Forderungen.

Obmann der UHS Kirchdorf Vincent Reisner und Geschäftsführer der UHS Kirchdorf Manuel Muttenthaler (v.l.) (Foto: UHS Ortsgruppe Kirchdorf)

„Die diesjährigen Maturaklassen kämpfen seit zwei Jahren mit Phasen des Distance-Learnings, teilweise mit unterschiedlichen Lernplattformen und abweichenden Unterrichts- und Benotungsprinzipien, ausfallendem Präsenzunterricht, Quarantäne, verstärkter psychischer Belastung und vielen weiteren besorgniserregenden Auswirkungen der Pandemie. Deshalb sehen wir es als notwendigen Schritt an, auch im heutigen Jahr für faire Anpassungen der mündlichen Matura einzutreten, zum Beispiel durch ein Kürzen der Themengebiete oder in Form der Möglichkeit zum freiwilligen Antritt. Jetzt braucht es frühzeitig Planungssicherheit für Schüler in Abschlussklassen. Außerdem müssen Ersatztermine bei Quarantäne oder Krankheit gewährleistet sein, auch eine Verlängerung der Prüfungszeit ist in Erwägung zu ziehen“, sagt der Geschäftsführer der UHS-Ortsgruppe Kirchdorf, Manuel Muttenthaler (19).

Teststrategie ausbauen und Impfmöglichkeiten direkt im Schulhaus anbieten

Für die Union Höherer Schüler ist ebenso klar, dass es vor den Abschlussprüfungen das Angebot von freiwilligen Intensivvorbereitungskursen geben muss und, dass der BMHS-Bereich nicht vergessen werden darf. Für den Obmann der Ortsgruppe Kirchdorf, Vincent Reisner (17), ist klar: „Die Schulen müssen ein Ort sein, an dem sich alle Schüler sicher fühlen können. Aus diesem Grund muss die Teststrategie ausgebaut werden, auch über Impfmöglichkeiten direkt im Schulhaus sollte man nachdenken. So kann man offene Schulen gewährleisten und muss nur als letzte Alternative auf die Distanzlehre umsteigen.“

Aufklärung über Fake News

Das vergangene Jahr hat klar gezeigt, wie schnell sich Fake News verbreiten und wie wichtig es daher ist, solche zu erkennen. Deshalb braucht es bereits in der Schule Aufklärung zu diesen Thematiken.

Demokratiebildung soll kritisches Denken fördern

In dieselbe Kerbe einer hochwertigen und nachhaltigen Unterrichtsattraktivierung schlägt auch die Förderung des kritischen Denkens. „Wir als UHS sind ein starker Verfechter und Befürworter der Einführung eines neuen Unterrichtsfachs Demokratiebildung. Im vergangenen Jahr wurde wieder einmal verdeutlicht, warum das so essentiell ist. In diesem Fach sollen Schüler nicht nur über die Grundlagen des demokratischen Systems aufgeklärt werden, sondern auch lernen, wie sie Fake News von der Wahrheit unterscheiden können, wie eine qualitative Recherche funktioniert und vieles mehr – ein Fach, das nicht nach festen Mustern arbeitet, sondern vielmehr von aktuellen gesellschaftlichen Inhalten lebt“, erklärt Manuel Muttenthaler, welcher außerdem Mitglied der Landesschülervertretung Oberösterreich ist.

Zur OG Kirchdorf
Die Ortsgruppe Kirchdorf ist eine der elf Ortsgruppen der Union Höherer Schüler Oberösterreich. Diese bilden durch ihre regionale Nähe zu den Schülern gemeinsam die Grundlage für die Vertretungsarbeit der UHS.

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