Kirchham am Weg in die digitale Zukunft
KIRCHHAM. Der Breitbandausbau ist in kleinen Landgemeinden eine eher mühsame Angelegenheit. Die Gemeinde Kirchham und die Energie AG wollen jetzt Taten setzen und den Ausbau des Glasfasernetzes für private Haushalte wie für Klein- und Mittelbetriebe realisieren.

Vor allem im Kirchhamer Ortsteil Hagenmühle (rund fünf Kilometer vom Ortszentrum entfernt) ist der Ausbau eine dringende Notwendigkeit, weil die dort ansässigen ca. 300 Bürger derzeit nur sehr schwache bzw. überhaupt keine Internetverbindungen haben. Auch das Mobilfunknetz funktioniert nur sehr eingeschränkt. „So muss ein Einzelunternehmer zum Nachbarn gehen, um seine Mails verschicken zu können und mit seinem Handy 2,5 Kilometer fahren, um überhaupt telefonieren zu können“, schildert Hannes Walsberger von der Energie AG-Tochter Netz Oberösterreich GmbH die kommunikationstechnisch „mittelalterliche“ Situation in der Hagenmühle.
Nach mehreren Gesprächen mit Hagenmühle-Bewohnern hat man nun die „kritische Masse“ an Interessenten erreicht, um den Ausbau realisieren zu können. Demnächst erwartet man die Entscheidung des Bundesministeriums über Förderzusagen. Dann kann die Umsetzung beginnen. Mit dem Start rechnen die Experten im Frühjahr 2017.
„Daten-Highway ersetzt Güterwege“
Auch in den neuen Siedlungsgebieten westlich der Lokalbahn wird „echtes Breitband“ durch die gemeinsam Initiative nun möglich. „Früher haben wir Straßen und Güterwege gebaut, heute sind schnelle Datenwege entscheidend“, so Bürgermeister Hans Kronberger. Ein ähnliches Bewusstsein wünscht sich der Breitbandbeauftragte des Landes OÖ und Technologiezentren-Geschäftsführer Horst Gaigg auch in anderen Gemeinden: „Es gibt noch sehr viele weiße Flecken im Bezirk.“


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