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„Erfolg liegt im Tun“, ist Kirchhams Bürgermeister Hans Kronberger überzeugt

Daniela Toth, 26.03.2019 12:36

KIRCHHAM. Heuer feiert Hans Kronberger sein zehnjähriges Jubiläum als Bürgermeister. Tips nutzte das Gespräch für einen kleinen Blick zurück.

Hans Kronberger Foto: Gemeinde
Hans Kronberger Foto: Gemeinde

Tips: Was waren die größten Herausforderungen und Erfolge der vergangenen zehn Jahre?

Hans Kronberger: Eine große Herausforderung war gleich im ersten Halbjahr die Entscheidung zur Schließung der Volksschule Hagenmühle. Wir haben das aber sehr transparent abgewickelt und ohne größere Aufregungen geschafft. Gott sei Dank gab es eine sofortige Nachnutzung durch das ZIB, das bis heute eine Bereicherung für uns alle ist. Eine weitere Notwendigkeit war es, den Wohnbau anzukurbeln. Wir waren ja 2010 und 2011 Abgangsgemeinde und daher setzte ich alles in Bewegung, die Trendumkehr schnell zu schaffen, um finanziell möglichst autonom zu sein. Das ging nur durch Wachstum. In vielen Gesprächen ist es gelungen, die notwendigen Grundstücke zu bekommen und so für die eigenen jungen Leute, aber auch für Zuzügler Wohnraum zu schaffen. Beides ist gelungen, wir haben heute 300 Einwohner mehr und sind wirtschaftlich gut aufgestellt.

Tips: Was sehen Sie als Ihr „Erfolgsgeheimnis“?

Kronberger: Man darf nicht nur einen Bereich sehen: Wirtschaft, Dorfgemeinschaft, Vereine, Landwirtschaft, Sport und vor allem Familien – alles hat bei mir einen gleich hohen Stellenwert. Diese Gleichbehandlung sowie eine völlige Transparenz der Entscheidungen haben dazu geführt, dass Kirchham in den letzten Jahren wirklich gut zusammengewachsen ist. Ich sehe die Gemeinde als Dienstleister für alle Bürger, für Firmen und Organisationen. Besonders stolz bin ich auf das völlig friktionsfreie, ja freundschaftliche Zusammenwirken der Vereine. Kein Neid, kein Streit. Ich sage immer „Erfolg liegt im Tun“. Die Menschen haben mich gewählt, dass ich etwas weiterbringe. Hie und da einen Fehler machen, ist viel weniger schlimm als nichts tun oder immer nur Bürger befragen. Ganz wichtig ist: Den motivierten Leuten muss man Möglichkeiten und Mittel geben, dann bewegen sie unheimlich viel. Und nicht vergessen, die Menschen und das Erreichte zu loben und Anerkennung zu geben.

Tips: Von den gelben Müllpfeilen vor drei Jahren bis zum aktuellen Plastikfasten: Warum gibt es in Kirchham diesen starken ökologischen Schwerpunkt?

Kronberger: Mir war und ist immer ein sauberes Ortsbild ganz wichtig: Dass zum Beispiel keine alten Plakate herumhängen, dass der Ortsplatz sauber ist. Uns Kirchhamern ist bewusst, dass wir eine außergewöhnlich schöne Landschaft haben, die wir einfach schützen wollen. Dabei lassen sich die Menschen gerne einbinden, weil sie selbst einen Beitrag leisten können. Entstanden sind die Aktionen – von der Obstbaumaktion über die Müll-Pfeile bis zur Ölausstiegsprämie –, weil wir sehr viele engagierte Bürger haben. Alle machen gerne mit und sind dann gemeinsam stolz auf unsere Erfolge. Das sieht man jetzt beim Plastikfasten: Wie viele sich hier einbringen! Ich bin überzeugt, dass wir auch da viele Nachahmer finden. Gemäß meinem Leitspruch: Tue Gutes und rede darüber.


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