Engerling-Plage: Bio-Schweine statt teurer Maschinen im Einsatz
KLAFFER. Einen ganz und gar unkonventionellen Weg, um der derzeit in Teilen des Bezirks grassierenden Engerlingplage Herr zu werden, entdeckten Franz und Hilda Zimmerbauer. Sie verwenden die bei Biobauer Simon Greiner lebenden Duroc-Freilandschweine als natürliche Pflüge.

Mit ihren Rüsseln tief in die Erde gegraben wühlen sich die Duroc-Freilandschweine von Biobauer Simon Greiner durch eine abgezäunte Wiese in Panidorf. Was augenscheinlich wie eine ganz normale Schweine-Freilandhaltung ausschaut, ist aber mehr. „Sie sind unsere Engerling-Bekämpfungsmaschinen“, erklärt Greiners Nachbar Franz Zimmerbauer, der mit seiner Frau Hilda die zehn Tiere betreut. Tatsächlich graben die Schweine die komplette Wiese um und fressen alle Engerlinge. „Wir haben nachgesehen, die Tiere sind weg“, sagen die Zimmerbauers. Entdeckt haben sie die Vorliebe der Schweine für die Maikäferlarven, als die Tiere aus ihrem Gatter entfleucht und sich über die Engerlinge in der angrenzenden Wiese hergemacht haben.
Probeversuche erledigt
Daraus war die Idee geboren. „Der Bauer hat sich aufgrund des Hungers der Schweine schon mehrere tausend Euro an Dieselkosten erspart“, erklärt Zimmerbauer weiter. Die Schweine als Engerlingbekämpfer waren auch schon in Schwarzenberg an einem Grundstück nahe der Grenze im „Probebetrieb“. Das Fazit: Engerling-Bekämpfung per Schwein geht zwar nicht im großen Stil, ist aber auf kleineren Flächen durchaus effektiv.


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