Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KLEINZELL. Nicht nur den 41 jungen Männern aus Kleinzell, die im Ersten Weltkrieg gefallen sind oder als vermisst gelten, galt die Gedenkfeier beim Kriegerdenkmal. Vielmehr war die Veranstaltung am Allerseelentag ein Zeichen der Erinnerung an diese Zeit, die unfassbares Leid hervorgerufen hat. Und zugleich Mahnung, den Frieden zu bewahren.

Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal in Kleinzell Foto: Gahleitner
  1 / 21   Kranzniederlegung beim Kriegerdenkmal in Kleinzell Foto: Gahleitner

Fast auf den Tag genau ging vor 100 Jahren der Erste Weltkrieg zu Ende. Mit einer verheerenden Bilanz: „Die bloße Darstellung der Anzahl der Kriegstoten übersteigt unsere Vorstellungskraft“, wies Schwarzes Kreuz-Landesgeschäftsführer Johannes Kainzbauer auf eine Million tote österreichische Soldaten hin, weitere zwei Millionen wurden verwundet oder verstümmelt. „Wer mahnt uns, dass wir und nachfolgende Generationen nicht wieder so ein Schicksal erleiden?“, fragte Kainzbauer. Deshalb sei die Erhaltung der Kriegerdenkmäler so wichtig.

Zerbrechlicher Frieden

Das betonte auch Festredner Franz Gumpenberger: „Solche Denkmäler lassen das Leid der Menschen auftauchen und regen an, darüber nachzudenken, wie zerbrechlich der Frieden ist.“ Der Krieg war nicht nur für die Soldaten an der Front, sondern auch im Hinterland schnell zu spüren. Brot war knapp – und ohne Nahrung gab es kaum Widerstandskraft bei Krankheiten. Pferde, Autos, selbst Hunde oder Kirchenglocken, wie in Kleinzell, mussten abgeliefert werden – „das umfasste alle Lebensbereiche“, erinnerte Gumpenberger. Die Opferbilanz decke bei weitem nicht das volle Ausmaß des Elends ab. Nicht umsonst wurde der Erste Weltkrieg im Nachhinein als „Urkatastrophe“ bezeichnet. „Ein Krieg ist immer eine Niederlage der Menschen“, schloss Franz Gumpenberger.

Diplomatie statt Gewalt

An diese Ereignisse zu erinnern, war Ziel der Gedenkfeier am Allerseelentag. „Nicht Gewalt kann Konflikte und Probleme lösen, sondern Diplomatie“, bekräftigte Bürgermeister Klaus Falkinger, ehe er mit Schwarzes Kreuz-Obmann Hermann Hofer und zwei Soldaten des Bundesheeres Kränze niederlegte. In Kleinzell wurde zudem eine Gedenkschrift aufgelegt, die vom ehemaligen Amtsleiter Gottfried Gruber erstellt wurde. Spendengelder werden zur Pflege der Kriegsgräber verwendet.

Falkinger, Gruber und Hofer wurden bei der Veranstaltung mit dem Ehrenkreuz des österreichischen Schwarzen Kreuzes ausgezeichnet.


Mehr zum Thema


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Q77 in St. Martin wird Treffpunkt für Yoga, Fitness und EMS

Q77 in St. Martin wird Treffpunkt für Yoga, Fitness und EMS

ST. MARTIN/MKR. Yoga, Fitness und EMS unter einem Dach: Am 22. Oktober laden drei Anbieter im Q77 in St. Martin zum Kennenlernen ein.

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Elf Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ausgezeichnet

Elf Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ausgezeichnet

BEZIRK ROHRBACH. Eine Goldene und gleich zehn Silberne Verdienstmedaillen um das Blutspendewesen wurden an treue Blutspender aus dem Bezirk Rohrbach ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Landjugend im Bezirk Rohrbach unter neuer Leitung

Landjugend im Bezirk Rohrbach unter neuer Leitung

SCHWARZENBERG. Bei der Herbsttagung der Landjugend des Bezirkes Rohrbach im Gasthaus Dreiländereck in Oberschwarzenberg standen ein Rückblick, ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Technische Fachschule Haslach ist Spitzenreiter bei ICDL-Prüfungen

Technische Fachschule Haslach ist Spitzenreiter bei ICDL-Prüfungen

HASLACH. Groß ist die Freude über eine neuerliche Auszeichnung für die Technische Fachschule Haslach: Sie erreichte im Bereich der technischen ...

Tips - total regionalPetra Hanner
Rohrbacher Gymnasium siegt bei Albertina-Zeichenwettbewerb

Rohrbacher Gymnasium siegt bei Albertina-Zeichenwettbewerb

ROHRBACH-BERG. Die Schüler der 4c Klasse des Rohrbacher Gymnasiums holten sich den Gesamtsieg beim österreichweiten Zeichenwettbewerb der Albertina. ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Neun Jagdhunde bestanden Brauchbarkeitsprüfung in Sprinzenstein

Neun Jagdhunde bestanden Brauchbarkeitsprüfung in Sprinzenstein

SARLEINSBACH/BEZIRK ROHRBACH. Neun Hundeführer mit ihren Hunden stellten sich der diesjährigen Brauchbarkeitsprüfung und alle Teams bestanden ...

Tips - total regionalMartina Gahleitner
Weitere Beiträge