Das Schlosscafe ist eröffnet: Arcus-Mitarbeiter betreiben jetzt ein Kaffeehaus
KLEINZELL. Sie freuen sich aufs Kaffee machen, aufs Servieren, aufs Kuchen backen: Ganz begeistert sind die Arcus-Mitarbeiter, die künftig jeden Donnerstag Nachmittag im Schlosscafe im Altenheim Kleinzell im Einsatz stehen. Gleich bei der Eröffnung hatten sie alle Hände voll zu tun.

Daniela, Elmar, Elisabeth und Marco servieren gerade Kaffee, Günther bringt Cola zu den Gästen und auch der bereitstehende Kuchen wird eifrig verteilt. „Jetzt ist es gerade drawig, da komm ich ins Schwitzen. Aber es wird dann schon wieder ruhiger werden“, meint Laura, als sie mit einem neuen Tablett voller Kaffeetassen zum Festzelt eilt. Sie hat sich so wie ihre Kollegen aus der Arcus-Werkstatt in Neufelden in internen Kommunikations- und Servicetrainings gut auf die neue Arbeit vorbereitet. Die Eröffnung ist natürlich eine Ausnahmesituation: Viele Bewohner und Mitarbeiter aus den Arcus-Werkstätten und Wohngruppen sind neben den Bewohnern und Besuchern des Altenheims und weiteren Festgästen gekommen, um gleich beim Start des neuen integrativen Angebots dabei zu sein.
Beschäftigung außerhalb der Werkstätte
„Wir sind überwältigt vom Besuch“, freut sich Martha Reiter, Leiterin der Neufelden Werkstatt, die gemeinsam mit Altenheim-Leiterin Brigitte Pfaller die Idee zu diesem Integrationscafe ausgetüftelt hat. Zum einen ging es darum, eine Möglichkeit der Integrativen Beschäftigung zu schaffen – und „alle sind mit Begeisterung bei der Sache. Das Team wird eigentlich immer größer“, berichtet Reiter. Zum anderen soll damit das Altenheim verstärkt nach außen geöffnet werden. „Im Schlosscafe im Erdgeschoß stehen ein paar kleine Tische bereit und wir wollen auch unseren schönen Innenhof dafür nutzen“, informiert Pfaller. Angesprochen werden nicht nur die Heimbewohner und deren Besucher, sondern jeder ist eingeladen, ins Schlosscafe zu kommen.
Schöne Synergien
Auch Kleinzells Bürgermeister Klaus Falkinger freut sich, dass seine Gemeinde um ein Kaffeehaus reicher geworden ist. „Man muss über den Tellerrand schauen, dann entstehen solch schöne Synergien“, meint er. Für Artegra-Geschäftsführer und stellvertretender Geschäftsführer der Arcus-Unternehmensgruppe Werner Gahleitner ist das Cafe im Altenheim eine schöne Fortsetzung der guten Zusammenarbeit zwischen Arcus und dem Sozialhilfeverband. „Menschen mit Beeinträchtigung sollen dort arbeiten können, wo andere auch arbeiten. Deshalb suchen wir immer Beschäftigungsprojekte in verschiedenen Einrichtungen“, ergänzt Gahleitner.
Das Schlosscafe im Altenheim Kleinzell ist jeden Donnerstagnachmittag (von 13.15 bis 15.15 Uhr) offen. Die Arcus-Mitarbeiter bieten gemeinsam mit einem Betreuer Kaffee, Kuchen, den sie gemeinsam mit einem Freiwilligen-Team selbst backen, und Getränke an. Zugleich betreuen sie an diesem Nachmittag die Kantine im Altenheim.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden