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Zum 120-jährigen Jubiläum schenkt sich die Feuerwehr Kleinzell ein neues Zuhause

Martina Gahleitner, 15.05.2018 19:53

KLEINZELL. Gut Ding, braucht Weile. So könnte man die Vorarbeiten für das neue Feuerwehrhaus in Kleinzell zusammenfassen. Nach rund zehn Jahren ist es aber tatsächlich soweit, der Spatenstich für das neue Zuhause der Kameraden wurde gesetzt. Genau rechtzeitig, um mit dem 120-jährigen Bestehen auch Eröffnung zu feiern.

  1 / 3   Der Spatenstich ist erfolgt, jetzt kann der Bau beginnen (v.l.): Abschnittskdt. Christian Wakolbinger, Kleinzells FF-Kommandant Hermann Obermüller, Landesrat Max Hiegelsberger, Bürgermeister Klaus Falkinger, Bezirkskdt. Josef Bröderbauer, Architekt Franz Schauer, Baumeister Franz Wöss. Foto: Gahleitner

Man habe über eine Erweiterung am bestehenden Standort nachgedacht, verschiedenste Varianten überlegt, nach passenden Grundstücken gesucht, berichtet FF-Kommandant Hermann Obermüller von den vergangenen Jahren, in denen das neue Feuerwehr-Haus immer wieder Thema war. Schlussendlich konnte jetzt eine für alle zufriedenstellende Lösung gefunden werden und vor den Toren der kleinen Gemeinde entsteht das neue Zeughaus, in dem auch eine Waschbox für die Gemeinde Platz finden wird.

Eigenleistung ist Ehrensache

„Wir sind schon viele Stunden beisammen gesessen und werden auch auf der Baustelle noch viele Stunden verbringen“, sagt Obermüller. Denn dass sich die Kameraden selbst aktiv am Bau beteiligen werden, ist Ehrensache. Gut ein Jahr soll gebaut werden, im Sommer 2019 wird dann übersiedelt. Offiziell eröffnet wird aber erst 2020, berichtet der Kommandant. Denn dann wird er mit seinen derzeit 81 aktiven Kameraden und 25 Jungfeuerwehrern auch das 120-jährige Jubiläum der Wehr feiern.

Haus für ganze Gemeinde

Für Kleinzells Bürgermeister Klaus Falkinger ist mit dem Spatenstich ein Meilenstein für die Gemeinde erfolgt. So ein Feuerwehrhaus baue man schließlich nicht alle fünf oder zehn Jahre und das bestehende erfülle nicht mehr die Kriterien an eine zeitgemäße Wehr. „Das neue Gebäude entsteht nicht nur für die Feuerwehr, sondern für die ganze Bevölkerung“, betont er. Im Gemeinderat wurden bereits fast alle Aufträge dazu einstimmig beschlossen. Bei dem Bau kommen großteils heimische Firmen zum Zug, allen voran die Peilsteiner Baufirma Hehenberger. Architekt ist Franz Schauer.

Wertvolle Investition

„Zeitgemäße Einrichtungen sichern zeitgemäße Hilfe in Notsituationen“, ist auch Landesrat Max Hiegelsberger (VP) überzeugt, der den Bau deshalb mit Landesmitteln unterstützt. Ausgaben für das Feuerwesen nehmen überhaupt einen Großteil der gesamten Ausgaben im Gemeinderessort ein und liegen gleich nach dem Straßenbau an zweiter Stelle. „Wir sind uns der Notwendigkeit bewusst in Gebäude und Technik zu investieren“, so Hiegelsberger.


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