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KLEINZELL. Witterungsbedingt ist der Borkenkäfer heuer um eine Generation hinten. Dennoch sollen Waldbesitzer die Situation nicht unterschätzen. Um befallenes Käferholz ohne Wertverlust lagern zu können, läuft gerade ein Pilotprojekt am Betrieb von Michael Hackl in Apfelsbach.

  1 / 2   Eine Woche bleibt das Käferholz noch in Silofolie verschweißt liegen, dann schaut man sich die ersten Ergebnisse an (v.l.): Forstberater Christian Lamberg, Landwirt Michael Hackl, BBK-Obmann LAbg. Georg Ecker, BBK- Leiter Heribert Schlechtl Foto: Gahleitner

Drei kleine Ganter mit insgesamt 20 Festmeter frisch gefälltem Holz wurden am 8. Juli luftdicht in 200 Mikrometer starker, herkömmlicher Silofolie eingeschweißt. Mit dem Ziel, dass der Borkenkäfer abstirbt und das Holz somit ohne Qualitätsverlust auch über längere Zeit gelagert werden kann. Bis zu drei Jahre soll eine solche Lagerung möglich sein – der wissenschaftlich durch das Bundesforschungszentrum für Wald begleitete Versuch läuft aber vorerst nur für drei Wochen. Dann wird die Folie geöffnet und der Holzzustand beurteilt. „Mal schauen, ob“s funktioniert. Dann kann man sich auch überlegen, wie man eine größere Menge Holz einpackt“, denkt Michael Hackl an mindestens einen Zug mit 30 Festmeter.

Schnelle Aufarbeitung ist notwendig

Dass eine langfristige Lagermöglichkeit notwendig ist, steht außer Frage: „Momentan fällt wegen der kühlen, nassen Witterung noch weniger Schadholz an, aber das kann der Käfer schnell aufholen. Das Schadholz muss auf jeden Fall schnell aufgearbeitet werden“, betont der Landwirt mit 26 Hektar Wald, der überbetrieblich auch als Waldhelfer aktiv ist. Problem sei, dass der Abtransport in die Sägewerke nicht immer reibungslos funktioniert – vor allem auch, weil zuviel aus anderen Ländern importiert wird, kritisiert Hackl.

Abnahme gesetzlich verankern

Deshalb soll die Sägeindustrie auch gesetzlich verpflichtet werden, das heimische Schadholz abzunehmen, informiert Bezirksbauernkammer-Obmann LAbg. Georg Ecker. Das Einschweißen in Silofolie oder auch die bei der BBK erhältlichen Storanet sollen helfen, die Zeit bis zum Abtransport zu überbrücken. Unterstützt wird das Waldschutz-Projekt durch die Leaderregion.


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