Nach Josefimarkt-Absage: Corona trifft Wirtschaft und Reittourismus im Pferdereich ins Mark
KÖNIGSWIESEN. Alles war fertig vorbereitet, Pferdebesitzer, Unterstützungsverein und die örtliche Wirtschaft standen für den 27. Josefimarkt schon in den Startlöchern. Bis die Corona-Krise die Absage der Traditionsveranstaltung nötig machte. Wie geht es nun weitergeht, hat Tips recherchiert.

Kein Pferdeauftrieb, keine Schätzung durch den Tierarzt, auch der Nachtermin für die Beurteilung der Tiere am 13. Juni ist bereits abgesagt. „Wir haben beschlossen, dass die letztgültigen Schätzsummen für die Pferde bis zur nächsten Schätzung gültig bleiben“, informiert Markus Danninger. Der Mönchdorfer ist, wie berichtet, seit Kurzem Obmann des Unterstützungsvereins für Pferdebesitzer.
Pferdeauftrieb im Kleinen nach Entspannung der Lage
Für die Mitglieder wird es voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020 einen Pferdeauftrieb im Kleinen geben.Die Absage des Josefimarkts, natürlich eine notwendige und sinnvolle Maßnahme in der Coronavirus-Krise, ist nicht nur aus gesellschaftlicher Sicht schade. Danninger: „Für die Wirte in Königswiesen ist der Josefitag einer der besten und umsatzstärksten Tage im Jahr und für die vielen Gewerbetreibenden bedeutet der Tag der offenen Tür zu Josefi einen wichtigen Nährboden für neue Geschäfte.“
Worst Case für den Reittourismus
Die seit Montag gültigen Ausgangsbeschränkungen für alle Österreicher bedeuten aber vor allem für den Reittourismus im Pferdereich Mühlviertler Alm den Worst Case. „Das Thema Wanderreiten hat sich zur Zeit erledigt, niemand fährt zur Zeit auf Urlaub, auch Reiter bleiben mit ihren Tieren zu Hause“, sagt Markus Danninger, der auch Obmann des Reitverbands Mühlviertler Alm ist. Für Pferdeeinstellbetriebe gilt mittlerweile die Regelung, dass sich Pferdebesitzer mit aller gebotenen Vorsicht um ihre Tiere kümmern dürfen – Abstecher ins Reiterstüberl sind leider nicht gestattet.


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