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LERCHENFELD. Gleich drei Einsätze hielten die Feuerwehr Krems in Lerchenfeld auf Trab. Neben zwei Müllbehälterbränden wurden die Einsatzkräfte Donnerstagnacht auch zu einem Kellerbrand in der Liezenerstraße gerufen. Dabei retteten die Kremser Florianis neun Personen aus dem betroffenen Wohnhaus.  

  1 / 4   Ein Kellerbrand sowie zwei Müllbehälterbrände hielten die Einsatzkräfte in Lerchenfeld auf Trab. Fotos: FF Krems/M. Wimmer

Gegen 1:15 Uhr (18. Februar) wurde die Feuerwehr Krems zu einem Müllbehälterbrand zum Lerchenfelder Hauptplatz alarmiert. Als das erste Tanklöschfahrzeug den Brand fast vollständig gelöscht hatte, ging eine Meldung über einen weiteren Müllbehälterbrand in der Gustav-Bambergerstraße ein. Ein Mann machte sich mit wasserführenden Armaturen und Schläuchen in einem Polizeifahrzeug am Weg zum zweiten Brandort. Gleichzeitig mit dem Abrücken des Tanklöschfahrzeuges ging die Meldung über einen weiteren Brand in der Liezenerstraße ein. Unverzüglich wurden weitere Einsatzkräfte nachalarmiert.

Das Tanklöschfahrzeug der Hauptwache rückte sofort in die Liezener Straße ab und stellte am Einsatzort einen Kellerbrand fest. Der verbleibende Kamerad in der Gustav-Bambergerstraße und das nachalarmierte Fahrzeug der Feuerwache Gneixendorf löschten den Müllbehälterbrand und unterstützten dann die Einsatzkräfte beim Kellerbrand.

Kellerraum in Brand

Im Keller des Mehrparteienwohnhauses stand ein Kellerraum mit drei Abteilen in Brand. In den acht Wohnungen darüber befanden sich in Summe neun Personen und eine Katze. Das Stiegenhaus war bereits massiv verraucht und leichter Qualm zog sich in die Wohnungen. Unverzüglich ging ein Atemschutztrupp zur Brandbekämpfung vor. Die Bewohner wurden zuerst von Schiebleitern aus betreut und anschließend auf der Rückseite mit der Drehleiter gerettet. Eine der zu rettenden Bewohner meldete einen großen Raucheintritt durch die Eingangstüre – die Einsatzkräfte stiegen über die Schiebleiter mit einem Rauchverschluss in die Wohnung ein, und setzen den diesen als zusätzliche Sicherung gegen weiteren Rauchschaden ein.

Der Trupp im Keller führte eine Brandbekämpfung von der Kellerraumtüre aus durch, im Brandraum herrschte große Hitze. Die kleinen Kellerfenster wurden als einzige Möglichkeit der Abluftöffnung eingeschlagen. Der Brand konnte rasch eingedämmt werden. Im Rahmen der Brandbekämpfung wurde ein Rauchverschluss im Zugang zum Brandraum angebracht, um die Rauchbelastung auf das Stiegenhaus einzudämmen. Zusätzlich mit einer dosierten Überdruckbelüftung konnten das Stiegenhaus komplett rauchfrei gemacht und der Abzug von Wärme und Hitze im betroffenen Keller beschleunigt werden.

Drei weitere Atemschutztrupps führten Nachlösch- und Kontrollarbeiten durch, hierfür mussten mehrere Kellerabteile gewaltsam aufgebrochen werden. Ebenfalls wurde eine Wohnung gewaltsam geöffnet.

Von neun Geretteten, darunter ein Kleinkind, wurde eine Person vom Rettungsdienst betreut und zur Kontrolle in das Universitätsklinikum Krems eingeliefert.

Drei Stunden nach der Alarmierung zum Wohnungsbrand, konnte der Einsatz beendet werden und die Feuerwachen Gneixendorf und Hauptwache rückten in die Feuerwehrhäuser ein.

Eingesetzte Kräfte:

33 Einsatzkräfte der Feuerwehr

1 Drehleiter 2 Hilfeleistungsfahrzeuge 2 Tanklöschfahrzeuge 1 Versorgungsfahrzeug

FW Gneixendorf FW Hauptwache

Brandursachenermittler Polizei Rettung

www.feuerwehr-krems.at


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