Viele neue Ideen und Impulse beim Umweltjugendvernetzungstag im Stift Göttweig
STIFT GÖTTWEIG. Beim Umweltjugendvernetzungstag im Benediktinerstift Göttweig holten sich über 200 Schüler neue Ideen und Impulse zur Bewahrung der Umwelt - der überwiegende Teil davon kam aus dem Bezirk Krems.

Die Veranstaltung des Stiftes fand in Kooperation mit der Diözese St. Pölten, dem Jugendhaus Stift Göttweig, der Katholischen Jugend Österreichs, Pilgrim- und Öko-Schulen statt. Anlass war der Gedenktag des heiligen Franz von Assisi, das Ende der kirchlichen „Schöpfungszeit“.
Johannes Sieder, Geschäftsführer der Katholischen Jugend Österreichs, betonte: „Die Veranstaltung zeigte, dass Umwelt und Schöpfungsverantwortung Jugendlichen sehr wichtig ist.“ Umgekehrt wollen sie auch von der Politik, von der Wirtschaft und der ganzen Gesellschaft, dass sie sich mehr für Nachhaltigkeit einsetzen. Beim Umweltjugendvernetzungstag appellierten viele Schüler an Erwachsene mehr zu tun, „denn Klimawandel passiert“.
„Erde ist unsere Schwester“
Hubert Gaisbauer, Autor zahlreicher „Franz von Assisi“-Bücher zeigte sich im Vortrag vom Heiligen inspiriert: „Wir lernen von Franziskus, dass die Erde unsere Schwester ist, für die wir – solidarisch mit allen Menschen – Verantwortung tragen. Jeder Grashalm, jeder Wurm, jede Galaxie und jeder Mensch hat einen ganz bestimmten Platz im Plan Gottes.“
Gaisbauer erinnerte die Schüler daran, dass der jetzige Papst den Namen Franziskus angenommen habe, weil dieser glaube, dass „Franz von Assisi das Vorbild für die Achtsamkeit gegenüber dem Schwachen und für eine froh und authentisch gelebte ganzheitliche Ökologie ist“.
„Alle müssten Verantwortung übernehmen“
„Hausherr“ Abt Columban Luser sagte, dass die Schöpfungsverantwortung ein wichtiges Thema für das ganze Leben sei. Mit der Enzyklika Laudato Si von Papst Franziskus gebe es dazu ein gutes Leitbild, aber es bedürfe auch eines Umdenkens im Kopf. „Das beginnt bei jedem Einzelnen und nicht bei anderen. Alle müssten Verantwortung übernehmen, damit die Welt so wunderbar bleibt.“
Viele Workshops zur Auswahl
Die Schüler zwischen 13 und 19 Jahren konnten aus zahlreichen Workshops auswählen. Themen waren Fairtrade, die Wichtigkeit von Wasser, „Zukunft ohne Hunger“, die „Umwelt-Enzyklika“ oder das Öko-Thema Windenergie. Als Abschluss feierten die Jugendlichen einen ökumenischen Gottesdienst.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden