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KREMS. Bundeskanzler Christian Kern war beim gestrigen Neujahrsempfang des Verbands sozialdemokratischer Gemeindevertreter NÖ (GVV NÖ) als Redner zu Gast. Dabei steckte er einmal mehr die Ziele für die Sozialdemokratie ab und wiederholte die wichtigsten Punkte seines „Plan A“.

SPÖ-Bundeskanzler Christian Kern hielt die Festrede beim GVV-NÖ-Neujahrsempfang in Krems. Foto: Hebe

Der GVV-Neujahrsempfang in der Fachhochschule Krems war bestens besucht, GVV-Direktor Ewald Buschenreiter, Bürgermeister Reinhard Resch und Landesparteivorsitzender Matthias Stadler heizten die Stimmung unter den roten Gästen ab 18.30 Uhr an. Dabei war die Rede von der „Roten Achse St. Pölten – Krems“ (O-Ton Stadler) und Resch meinte: „Es fängt jetzt erst richtig an.“ Jubelstimmung und große Euphorie herrschte, als dann endlich um kurz nach 19 Uhr Bundeskanzler Kern eintraf. Zuvor noch geschwind Hände waschen (!) und dann ging es los. 19.13 Uhr: „Wir haben in unserem Land die Dinge zum Besseren gemacht.“ In den darauffolgenden 37 Minuten wiederholte Kern die wichtigsten Punkte seiner Vortagesrede in Wels.

Arbeit, soziale Gerechtigkeit, Walhrechtsreform und Co.

Neben Auswirkungen von Globalisierung und Digitalisierung sprach er über roten Ideen für die Zukunft. Beim Blick zurück gibt Kern unumwunden zu: „In den letzten Jahren haben uns Veränderungskraft und Visionen gefehlt. Wir haben viel an Boden verloren.“ Mit dem in Wels vorgestellten 145-seitigem „Plan A“ möchte der Rote wieder in die Spur kommen. „Denn wir wollen den Schlüssel zum Bundeskanzleramt nicht den Blauen überlassen.“ Tosender Applaus folgte. Aber was soll konkret passieren? Kern möchte 200.000 neue Jobs schaffen, einen Mindestlohn von 1500 Euro und die Gehaltsschere zwischen Männern und Frauen schließen. Weiters will der Bundeskanzler Lohndumping bekämpfen und große Konzerne wie Amazon, Apple und Co. sollen vernünftige Steuern in Österreich bezahlen. Zudem solle ein „mehrheitsförderndes Wahlrecht eingeführt werden.“ Bei all seinen Forderungen setzt der ehemalige ÖBB-Boss auf die Grundprinzipien Gerechtigkeit, Modernisierung und sozialen Ausgleich. „Wir können mit Leidenschaft und Engagement die Stimmung in unserem Land drehen“, gibt Kern die Marschrichtung vor.

Auf dem Weg zu SPÖ 4.0

Kern untermauert seine Forderungen und stellt Vergleiche zu den SPÖ-Urgesteinen Victor Adler, Bruno Kreisky und Franz Vranitzky an. Wenn man das auf die digitale Weiterentwicklung umlegt könnte man sagen, dass Kerns die Sozialdemokratie auf die nächste Stufe stellen möchte – „SPÖ 4.0“.


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