Zahl der Privatinsolvenzen in Krems stark gestiegen, im Bezirk gesunken
BEZIRK KREMS. Niederösterreichweit ist die Zahl der Privatinsolvenzen stark gestiegen. Auch in der Stadt Krems mussten 2015 deutlich mehr Menschen Konkurs anmelden als im Vorjahr. Im Bezirk ist die Zahl an Insolvenzen jedoch rückläufig, allerdings waren mehr Firmen als 2014 zahlungsunfähig.

2015 mussten laut Gläubigerschutzverband Creditreform bisher 27 Privatpersonen in der Stadt Krems Insolvenz anmelden, im Vergleichzeitraum 2014 waren es nur dreizehn. Dadurch ergibt sich eine Steigerung der Privatpleiten von rund 108 Prozent. Im Bezirk Krems meldeten sich 2015 bislang acht Menschen zahlungsunfähig. Im ersten bis dritten Quartal 2014 waren es elf, die Zahl der Insolvenzen ist daher um 27 Prozent gesunken. Laut Creditreform ist die Zahl der Privatpleiten so hoch wie zuletzt vor sechs Jahren. Häufigste Gründe sind Arbeitslosigkeit und gescheiterte Selbstständigkeit. Österreichweit ist für das Gesamtjahr 2015 ist erstmals mit mehr als 10.000 Privatkonkursen zu rechnen.
Firmenpleiten stagnieren
645 Unternehmen in Niederösterreich mussten 2015 bisher Insolvenz anmelden, 2014 waren es 642 (plus 0,5 Prozent). Elf Kremser Firmen sind in diesem Jahr Pleite gegangen, die Zahl ist gegenüber dem Vorjahr gleich geblieben. Im Bezirk sind die Unternehmensinsolvenzen gegenüber 2014 um 40 Prozent gestiegen. 14 Firmen meldeten 2015 Konkurs an, 2014 waren es zehn. Managementfehler werden vom Gläubigerschutzverband Creditreform als häufigste Ursache für Insolvenzen genannt.?


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