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KREMSMÜNSTER. Einer der ältesten Musikvereine des Landes feiert heuer sein rundes Jubiläum. Erstmals urkundlich erwähnt wurden die Kremsmünsterer schon 1819.

Ein Bild des Musikvereins Kremsmünster aus der Zwischenkriegszeit im Jahre 1926. Heuer feiern sie stolz ihr 200-jähriges Jubiläum. Foto: MV Kremsmünster

Damals noch unter dem Namen Bürgerkorpsmusikkapelle war es aufgrund der Neuanschaffung von Instrumenten, anfallender Reparaturen und anderer Investitionen 1890 nicht mehr möglich, ihr Fortbestehen ohne finanzielle Hilfe zu bestreiten. Dadurch schlug Kapellmeister Karl Schürer vor, einen Verein der Musikfreunde zu gründen und unterstützende Freunde der Musik zu gewinnen.

Der k. u. k. Stadthalter bescheinigte 1890 den rechtlichen Bestand des Vereins. Gründungsobmann Josef Dümler und Kapellmeister Karl Schürer konnten den Fortbestand der Kapelle sichern. Während der zwei Weltkriege stand der Verein wiederum vor Schwierigkeiten, der Spielbetrieb konnte jedoch durchgehend aufrechterhalten werden.

Jüngere Vergangenheit

Roland Hiebl, der die Kapelle sechs Jahre leitete, verhalf dem Verein zu einer großen Anzahl von Konzertbesuchern, auf die der Musikverein Kremsmünster sehr stolz ist. Während die ersten Konzerte unter seiner Leitung im Kulturzentrum stattfanden, musste bereits 1994 in die Bezirkssporthalle ausgewichen werden.

Hiebls Einsatz im Bereich der Jugendarbeit führte zu einem aktiven Mitgliederstand von 51 Musikern. Unter Kapellmeister Thomas Rischanek (1999 bis 2010) konnte dieser auf über 60 aktive Mitglieder ausgebaut werden.

Mit Claudia Baumgartner stand ab 2010 erstmals eine Dame am Dirigierpult. Sie setzte den erfolgreichen Weg Rischaneks fort und übergab den Taktstock 2012 an Volker Hemedinger.

In den letzten Jahren erfreut sich der Musikverein Kremsmünster an großem Besucherandrang bei den Frühjahrskonzerten. Seit Jahresbeginn 2016 steht nun Dietmar Kerbl dem Musikverein vor.


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