UPM schließt Papiermaschine PM 3: 125 Mitarbeiter sind betroffen
LAAKIRCHEN. UPM Paper ENA will europaweit die Produktion von grafischen Papieren um 305.000 Tonnen reduzieren. Dazu soll unter anderem eine von zwei Papiermaschinen in Steyrermühl geschlossen werden. Gleichzeitig wird in die Infrastruktur des Standortes investiert.

In Steyrermühl werden jährlich 485.000 Tonnen Zeitungsdruckpapiere und ungestrichene Magazinpapiere produziert. Von der geplanten Schließung sind 125 der derzeit etwa 400 Mitarbeiter betroffen. Sie wurden in einer Mitarbeiterversammlung über die Entscheidung der Konzernzentrale informiert. „Wir sind mit dem Betriebsrat im Gespräch, es soll ein Sozialplan erstellt werden. Wir versuchen, das so sozial wie möglich zu machen“, betont Steyrermühl-Geschäftsführer Ernst Spitzbart.
Zugleich kündigt er eine Restrukturierung an: Steyrermühl will sich künftig mehr auf Zeitungsdruckpapier und Schnittholz konzentrieren, dazu sollen Investitionen im „hohen einstelligen Millionenbereich“ erfolgen, so Spitzbart.
„Unerwartete Entscheidung“
Die Entscheidung zur Schließung der PM 3 komme „unerwartet“, so Steyrermühl-Geschäftsführer Ernst Spitzbart. Er sieht, neben einem Rückgang der Nachfrage, auch wirtschaftspolitische Gründe: Problematisch seien die hohen Lohnnebenkosten in Österrreich, zudem würden in Nachbarländern Betriebe in energieintensiven Branchen gefördert, was in Österreich nicht der Fall sei.
Neben Steyrermühl muss auch der Standort im deutschen Augsburg künftig mit einer Papiermaschine weniger auskommen. Durch die Umsetzung dieser Maßnahmen erwartet UPM jährliche Kosteneinsparungen von rund 30 Millionen Euro.


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