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BEZIRK KREMS. Der Gemeindeverband (GV) Krems zog bei seiner Generalversammlung eine Bilanz des Jahres 2019 und bestellte seinen Obmann neu.

Bleibt GV-Obmann: Bürgermeister Anton Pfeifer aus Grafenegg. Foto: Michaela Kienast
Bleibt GV-Obmann: Bürgermeister Anton Pfeifer aus Grafenegg. Foto: Michaela Kienast

Der Grafenegger Bürgermeister Anton Pfeifer (ÖVP) bleibt weiterhin an der Spitze des GV Krems. Als künftige Herausforderungen nannte Pfeifer bei der Generalversammlung die neue Verpackungsverordnung (Stichwort Flaschenpfand-Diskussion) und den Ausbau der Sammellogistik. Auch im Abgabenbereich seien zahlreiche Aufgaben zu bewältigen. Neu in den Vorstand wurde der Schönberger ÖVP-Bürgermeister Michael Strommer gewählt.

Defizit von 1,1 Millionen Euro

Als weniger erfreulich bezeichnete GV-Geschäftsführer Gerhard Wildpert den Rechnungsabschluss 2019. Denn das vergangenen Jahr wurde mit einem Defizit von rund 1,1 Millionen Euro beendet. „Wir haben natürlich wieder viel in die Infrastruktur investiert. Eine der wichtigsten Maßnahmen in dieser Zeit“, erläutert Wildpert.

Altstoffmarkt am Tiefpunkt

„Große Sorge bereitet uns aber, dass die Altstoffmärkte keine nennenswerten Erträge mehr erzielen. Der niedrige Erdölpreis aber auch der Schadholzüberschuss sorgen für nahezu keine Erlöse im Sekundärmarkt für Kunststoffe oder Altpapier. Auch der Alteisenindex ist auf Grund der fehlenden Nachfrage im Keller“, berichtet Wildpert. „Verschlimmert wird diese Situation noch damit, dass diese Sammelwaren – weil keine Erlöse erzielt werden – vermehrt in die Wertstoffsammelzentren gebracht werden. Also steigende Mengen, steigende Transporte, geringere Erlöse“, verdeutlicht der Geschäftsführer.

Investitionen fortsetzen

„Es war auch ohne Corona schon eine schwierige Situation und sie ist nicht leichter geworden. Wir werden aber alle Anstrengungen in Kauf nehmen um im zweiten Halbjahr 2020 noch für ein vernünftiges Ergebnis zu sorgen. Die bevorstehenden Investitionsprojekte werden aber auf jeden Fall weiter betrieben und umgesetzt.“ betont Wildpert.


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