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Fußball-Ehe besiegelt: Zwei benachbarte Fußballvereine gehen künftig gemeinsame Wege

Markus Hochgatterer, 11.05.2020 17:28

LANGENSTEIN/ST. GEORGEN AN DER GUSEN. Die Corona-Krise zwingt aktuell zahlreiche Vereine dazu, ihre Zukunftsperspektiven neu zu überdenken. Intensiv damit beschäftigt haben sich bereits zuvor der TSV St. Georgen/Gusen und der ATSV Langenstein. Das Ergebnis steht nun fest: Die beiden Nachbarklubs ziehen künftig in einer Spielgemeinschaft gemeinsam an einem Strang.

Derby-Schnappschuss aus der Herbstsaison 2018: Langenstein (in Weiß) setzte sich beim damaligen Aufeinandertreffen mit den Nachbarn aus St. Georgen mit 2:0 durch – in Zukunft kämpfen die einstigen Rivalen gemeinsam um Punkte. Foto: piedie

Erste Gespräche zwecks Bildung einer Spielgemeinschaft im kompletten Nachwuchs- sowie auch im Erwachsenenfußball gab es bereits im Dezember 2019. „Nachdem ich mit dem Obmann des ATSV Langenstein, Gerhard Vogelsang, übereingekommen war, dass beide Vereine die Gespräche vertiefen sollten, wurden ab 2020 in mehreren Kleingruppen-Sitzungen alle relevanten Punkte zur Bildung einer Spielgemeinschaft nach dem Vorbild Perg/Windhaag erörtert und ausgearbeitet. Involviert waren dabei die Obmänner, Sektionsleiter, Finanzleiter und Nachwuchsverantwortliche“, informiert Hans-Peter Steininger. Der St. Georgener Funktionär bildet mit dem Langensteiner Dieter Schwarzl die Schnittstelle zwischen den beiden Vereinen. Nachdem das Ansuchen zur Bildung dieser Spielgemeinschaft unter dem Namen „SPG 4222 Fußball“ bereits von den Obmännern beider Vereine unterschrieben wurde, gilt für die beiden Projekt-Koordinatoren die Namensfindung als letzte Hürde.

Namensfindung noch nicht abgeschlossen 

„Wir wurden vom Verband aufgefordert, unsere Ortsnamen in die Bezeichnung unserer künftigen Spielgemeinschaft einfließen zu lassen. Sonst ist soweit eigentlich alles auf Schiene“, erklärt Peter Steininger, kurz vor der Abreise zur Präsidiumssitzung des OÖ. Fußballverbandes (Montagabend nach Redaktionsschluss), bei welcher der Antrag offiziell genehmigt werden soll.

Katsdorfer wird Cheftrainer

Während der Zusammenstellung des Kaders aufgrund der Zwangspause derzeit noch nicht höchste Priorität beigemessen wird, ist eine wichtige Personalfrage bereits geklärt. Der Katsdorfer Martin Kargl, der bisher die Nachwuchs-SPG betreut hat und über eine UEFA B-Lizenz verfügt, wird als Cheftrainer künftig den Kampfmannschaftsbereich überhaben. Die Heimspiele werden abwechselnd in St. Georgen und Langenstein ausgetragen.


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