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LASBERG/VORDERWEISSENBACH. Derzeit fehlen in Oberösterreich 300.000 Fachkräfte und die Lage spitzt sich bis 2030 zu. Die Wimberger Gruppe will mit attraktiven Aufstiegschancen, einer Lehrlingsakademie und Zusammenarbeit diesem Trend entgegenwirken. Seit einem Jahr ist das Vorderweißenbacher Unternehmen Hofa Mitglied der Gruppe.

Christian Wimberger Foto: WimbergerHaus
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„Der Facharbeitermangel beschäftigt uns schon länger und auch die fehlende Nachfolge ist bei vielen Betrieben ein Thema“, sagt Christian Wimberger, Geschäftsführer der Wimberger Gruppe. „Jammern hilft nichts. Wir haben uns gefragt was man dagegen tun kann, eine neue Struktur geschaffen und in die Ausbildung der Lehrlinge investiert.“ 2018 startete die Wimberger Gruppe mit der neuen Firmenstruktur. Sie beteiligt sich an Unternehmen aus dem Bau- und Baunebengewerbe. „Wir bieten den Mitgliedsbetrieben die Möglichkeit auf Verwaltungs- und Managementstrukturen von WimbergerHaus zurückzugreifen, übernehmen die Lehrlingsausbildung und helfen bei der Personalsuche.“

Vorteile für Lehrlinge

Die Hofa Service GmbH aus Vorderweißenbach schloss sich im März 2018 als erstes Unternehmen der Gruppe an. Ausschlaggebend für die Entscheidung waren die Expansionsmöglichkeiten und die Personalthematik. „Wir haben im vergangenen Jahr um zehn neue Mitarbeiter auf 40 aufgestockt“, sagt Christian Hofer, Hofa-Geschäftsführer, der dringend noch weitere Mitarbeiter in den Bereichen Spenglerei, Dachdeckerei und Installations- und Gebäudetechnik sucht. „Die Bürokratie wird immer mehr, das hat bei der Arbeit gelähmt. Jetzt können wir auf das Wissen in den Bereichen Organisation, Marketing und Verwaltung der Wimberger Gruppe zurückgreifen und diesen Mehraufwand abgeben.“ Auch strategische Entscheidungen werden gemeinsam getroffen.

Familiär und zugleich Vorteile großer Unternehmen

„Die Betriebe bleiben familiär, behalten den Namen und auch die Geschäftsleitung bleibt. Gleichzeitig können sie aber von den Vorteilen eines großen Unternehmens profitieren“, erklärt Wimberger. Ist ein Lehrling mit seiner Ausbildung fertig und will sich dann verändern, ist ein Wechsel innerhalb der Gruppe einfach. „Durch die Wimberger Gruppe gibt es für die Lehrlinge auch bessere Aufstiegschancen und in der Lehrlingsakademie lernen sie sich untereinander und auch die unterschiedlichen Berufe besser kennen“, ist Hofer von den Vorteilen überzeugt. Die Bau-Auf Lehrakademie wurde vor fünf Jahren gegründet. Hier lernen die Auszubildenden gemeinsam und voneinander.

Arbeitgeber für 600 Mitarbeiter

Im Durchschnitt sind bei der Wimberger Gruppe 65 Lehrlinge in Ausbildung, insgesamt zählt sie 600 Mitarbeiter. „Auch heuer wollen wir wieder 30 Lehrlinge aufnehmen“, sagt Wimberger. „Es ist wichtig, dass die Lehre wieder attraktiver wird. Lange wurde das Handwerk nicht so wertgeschätzt. Das muss sich ändern. Gerade die Lehre in der Baubranche ist gut bezahlt.“


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