Weil jedes Kind ein Recht auf Familie hat: Arnreiterin leistet Aufklärungsarbeit
LEMBACH. Die junge Arnreiterin Susanne Gahleitner stellt bei einem Vortrags- und Filmabend am 11. Jänner im Musikclub Lembach den Verein Braveaurora und dessen Kampf gegen illegale Waisenhäuser in Ghana vor.

2017 arbeitete Susanne Gahleitner als Freiwillige für Braveaurora in Ghana, später wurde sie in den Vorstand berufen. Gemeinsam mit fünf weiteren jungen Frauen kämpft sie gegen das millionenschwere Geschäft mit Waisenkindern, die gar keine sind. Denn in Ghana leben tausende Kinder in Waisenhäusern, obwohl sie Eltern haben.
Arbeit mit Waisenkindern ist Verkaufshit
Immer mehr Freiwillige wollen in ihrem Urlaub etwas Guten tun und sind bereit, Geld dafür zu zahlen. Der Verkaufsschlager ist die Arbeit mit Waisenkindern. Weil mittlerweile die Nachfrage das Angebot übersteigt, werden Kindern aus ihren von massiver Armut betroffenen Familien herausgerissen und in Waisenhäuser gesteckt. Die großen Gewinner: Internetagenturen, die Aufenthalte vermitteln und kräftig abkassieren.
Perspektiven schaffen
Braveaurora leistet Aufklärungsarbeit, um die Problematik des Sozialtourismus aufzuzeigen. Ziel des Vereins ist es, in Kooperation mit Unicef Kinder in ihre Familien zurückzuführen und zugleich durch Bildung und Berufschancen Perspektiven für die Menschen in entlegenen Dörfern zu schaffen.
Am Samstag berichtet die gebürtige Arnreiterin im Musik-Kulturclub Lembach über die Bemühungen des Vereins. Vortrag, Film und anschließende Diskussion zeigen, wie eine nachhaltige Entwicklungszusammenarbeit im Norden von Ghana gelingen kann.


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