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Sabine Naderer-Jelinek: „Die Hilfsbereitschaft in Leonding ist riesig, das finde ich berührend“

David Ramaseder, 18.03.2020 10:58

LEONDING. Spätestens seit Freitag, 6. März, hält das Corona-Virus die Stadt in Atem. Die wichtigen Maßnahmen der Bundesregierung haben aber auch viel Solidarität erzeugt, so wird auch auf Facebook in der Gruppe „Wir sind Leonding 2.0“ Hilfe angeboten, wichtige Informationen geteilt und aufeinander geschaut. Wir haben uns mit der Bürgermeisterin zur aktuellen Situation unterhalten.

Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek nimmt Stellung zur aktuellen Situation.
Leondings Bürgermeisterin Sabine Naderer-Jelinek nimmt Stellung zur aktuellen Situation.

Tips: Frau Bürgermeisterin, wie geht die Stadt Leonding mit dem Thema Corona-Virus um?

Sabine Naderer-Jelinek: Wir haben bereits vor zwei Wochen eine stadtinterne Task Force gegründet, die sich intensiv mit dem Corona-Virus beschäftigt hat und immer noch beschäftigt. Das geht von der Ausarbeitung von FAQs für unsere mehr als 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Einrichtung der notwendigen IT-Infrastruktur bis hin zu einem produktiven Austausch mit Vertreterinnen und Vertretern der Freiwilligen Feuerwehren, Polizei und dem Roten Kreuz Leonding. Natürlich haben wir alle Veranstaltungen abgesagt, die Tagesheimstätten, die Eltern-Kind-Zentren, die Büchereien, das Stadtmuseum, das Panorama Wellness Center, die Spiel- und Sportplätze, die Hallen und viele andere Außenstellen geschlossen. Eltern, denen die Betreuung ihrer Kinder derzeit unmöglich ist, bieten wir natürlich an, ihre Kleinen in unsere Kindergärten und Krabbelstuben zu bringen bzw. sie in der Nachmittagsbetreuung in den Schulen betreuen zu lassen.

Tips: Die Bewegungsfreiheit der Bevölkerung ist derzeit massiv eingeschränkt. Wie können die Leondingerinnen und Leondinger dennoch mit der Stadtverwaltung in Verbindung treten?

Naderer-Jelinek: Um die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Leondingerinnen und Leondinger zu schützen und die Wahrnehmung der wesentlichsten Aufgaben sicherzustellen, setzen wir als Stadtverwaltung in Absprache mit der Personalvertretung eine Reihe von Maßnahmen. Ein Großteil der Beschäftigten im Rathaus wurde mit mobilen Endgeräten ausgestattet und arbeitet von zuhause aus. Aber auch Aufgaben, bei denen man keinen Laptop benötigt, können von zuhause aus erledigt werden. Der Parteienverkehr im Rathaus wird grundsätzlich nur noch per Telefon oder E-Mail abgewickelt. Wir sind auf jeden Fall für die Leondingerinnen und Leondinger erreichbar. An dieser Stelle möchte ich allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren großen Einsatz danken. Sie nehmen ihre besondere Verantwortung im Öffentlichen Dienst wahr und zeigen Flexibilität, Solidarität und Einsatzbereitschaft.

Tips: Es gibt viele Initiativen aus der Bevölkerung, hilfsbedürftige Mitmenschen zu unterstützen. Wie hilft die Stadt Leonding?

Naderer-Jelinek: Die Hilfsbereitschaft in Leonding ist riesig. Das finde ich wirklich berührend. Wir versuchen, die zahlreichen privaten Aktionen zu bündeln. Dazu klären wir gerade mit dem Roten Kreuz, ob wir das Team Österreich in Leonding aktivieren können. Falls das nicht möglich ist, setzen wir andere Schritte. Die Stadt inklusive Politik und ihre Bevölkerung sind füreinander da, das ist gerade in dieser schwierigen Zeit enorm wichtig. Niemand muss sich in Leonding alleine fühlen. Wir alle mussten glücklicherweise noch nie eine solche Situation erleben. Ich bin aber zutiefst davon überzeugt, dass wir auch diese Herausforderung gemeinsam sehr gut meistern werden.<


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