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LEOPOLDSCHLAG. Vor einem großen Publikum wurde der neu erschaffene „Strebergarten“ neben der Kirche feierlich eröffnet. Prälat Mayer segnete die Büste von Erzbischof Alois Wagner (†), die an den berühmesten Sohn der Gemeinde erinnern soll. Wagner hatte die Alte Volksschule besucht, die 2014 abgerissen worden war und an deren Platz nun der Stebergarten zum Verweilen einlädt. 

Prälat Mayer und Bgm. Koller bei der Enthüllung der Büste Fotos: Dietmar Sitz
  1 / 3   Prälat Mayer und Bgm. Koller bei der Enthüllung der Büste Fotos: Dietmar Sitz

Mit dem Abriss der „Alten Volksschule“ im Jahr 2014 ging nicht nur ein Stück Leopoldschläger Heimatgeschichte zu Ende, es entstand auch ein freier Platz, den es zu gestalten galt.

Unter Bürgerbeteiligung wurde aus mehreren Projekten der Plan des „Strebergarten“ der Leopoldschläger Künstlerin Edeltraud Knoll ausgewählt. In einer ersten Phase wurde ein Schotterrasenparkplatz und eine E-Ladestation errichtet. Damit sollte bewusst ein Zeichen für ein umweltbewusstes Denken und gegen die allgegenwäritge Bodenversiegelung gesetzt werden.

Liebevolle und mühselige Kleinarbeit

In einem weiteren Schritt erfolgte die künstlerische Gestaltung und gärtnerische Gestaltung. An diesem Platz wurden ca. 200 Jahre lang die Kinder aus Leopoldschlag und den umliegenden Ortschaften unterrichtet – die Kinder haben „gestrebert“. Das hat Edeltraud Knoll zum „Strebergarten“ inspiriert.

In liebevoller und mühseliger Kleinarbeit hat sie zahlreiche Elemente und Symbole rund um das Kernthema verpackt. Dabei wurde das Leopoldschläger Hafnerhaus besonders mit einbezogen, denn viele dieser Elemente hat Knoll Traudi selbst aus Ton angefertigt. Insbesondere wurden auch viele interaktive und innovative eingebaut, wie zum Beispiel eine Beschreibung des Parks, der mittels QR-Code abrufbar ist.

Büste aus Keramik

Ein weiterer Schwerpunkt ist dem Leopoldschläger Ehrenbürger Erzbischof Dr. Alois Wagner gewidmet, dessen weltweites Wirken einst in der kleinen Volksschule in Leopoldschlag seinen Anfang genommen hat. Bei der Segnung des Themenparks wurde die Büste, die durch den Mühlviertler Keramiker Robert Heissiger angefertigt worden ist, feierlich enthüllt. Damit wurde diesem großen Sohn der Gemeinde ein würdiger Platz gewidmet.

Für die gärtnerische Gestaltung zeichnete Vikotria Jachs-Kastler verantwortlich.

Gemeindebürger halfen tatkräftig mit

„Ohne die Mitwirkung zahlreicher Gemeindebürger wäre allerdings eine Umsetzung des Projektes unmöglich gewesen“, sagt Amtleiter Christian Wöß.

Bei den Arbeiten haben sich zwei ehemalige Schüler der „Alten Volksschule“, Reinhard Knoll und Fritz Janko, besonders hervorgetan. Sie haben nicht nur viele, viele Stunden selbst Hand angelegt. Sie haben die Arbeiten Großteils koordiniert und organisiert und außerdem noch zahlreiche andere Gemeindebürger für diese Idee gewonnen und zur Mithilfe bewegt.

Asylwerber werden Park künftig betreuen und pflegen

Schlussendlich wurden auch noch die im Asylwerberheim in Wullowitz untergebrachten Asylwerber in die Arbeiten miteingebunden. Durch die stundenlangen gemeinsamen Arbeiten wurde aus diesem Bürgerprojekt auch noch ein mustergültiges Integrationsprojekt, in dem wichtige Werte, Traditionen und Bräuche unserer Heimat weitergegeben werden und der gegenseitige Respekt im Umgang miteinander gestärkt werden. Es ist angedacht, dass der Park zukünftig von den Asylwerbern gepflegt und betreut wird.

In einem Festakt am 2. Juni 2019 wurde der Park von den ehrenamtlichen Helfern und Bürgermeister Koller vor einem großen, neugierigen Publikum feierlich eröffnet und die Büste von Erzbischof Dr. Alois Wagner gesegnet. „Es ist die Gemeinschaft, das Miteinander einer Gruppe von Menschen und der soziale Zusammenhalt, die das Leben in unserer Gemeinde erst lebenswert machen“, betonte Bürgermeister Koller bei seiner Festrede.


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