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LIEBENAU. Schnitt- und Schusswunden nach einem Banküberfall, gestürzte Mopedlenker, abgetrennte Finger, gebrochene Knochen, eine werdende Mutter in den Wehen – das waren einige der Szenarien, die die Teilnehmer des Landes-Sanitätshilfebewerbs zu bewältigen hatten. Das Resümee: Unsere „Sanis“ sind in Hochform.

Die Organisatoren hatten sich gefinkelte Szenarien einfallen lassen: In der Schihütte haben bei einer Schwangeren die Wehen eingesetzt, ihr Mann rast mit dem Moped heran und stürzt – zehn Minuten Zeit zur Versorgung für die Sanis. Foto: Greindl

33 Gruppen mit je drei bis vier Teilehmern aus Oberösterreich, Niederösterreich und sogar aus Vorarlberg stellten sich am Samstag der großen Herausforderung. Während sich das Wetter in Liebenau von seiner ungastlichsten Seite zeigte, traten die Sanitäter an sechs Stationen an, um verschiedene Notfall- und Unfall-szenarien innerhalb von zehn Minuten fachgerecht zu bewältigen. Erdacht und vorbereitet hatten diese die Lehrsanitäter und Dienstführenden an den Ortsstellen des Roten Kreuzes im Bezirk Freistadt. „Wir haben rund 800 Stunden für die Vorbereitung des Bewerbs aufgewendet“, berichtet Bewerbsleiter Mario Weinzinger, Dienstführender der Rotkreuz-Stelle Liebenau und Bezirkslehrsanitäter-Stellvertreter. 40 Frauen und Männer sorgten beim Bewerb für einen reibungslosen Ablauf.

Um bei den Stationen ein möglichst naturnahes Szenario darzustellen, gaben sieben Schminker der „Realistischen Unfalldarstellung“ ihr Bestes. Sie versahen insgesamt 43 Figuranten mit Verletzungen in unterschiedlichen Schweregraden, angefangen von der Schürfwunde am Knie bis hin zu abgetrennten Fingern, Schnitt- und sogar Schusswunden nach einem fiktiven Banküberfall. 72 Bewerbsteilnehmer traten in der Kategorie Bronze, 28 in Silber und 14 Personen in der Gruppe Gold an. Im Bronze-Bewerb holte sich die Gruppe Ried 1 vor Grünburg 2 und Ried 2 den Sieg, gefolgt von den Gästen aus Au im Bregenzerwald. Silber entschied Linz-Stadt 2 vor Sattledt 1 und Grünburg 1 für sich. In der Wertung Gold, bei der die Kandidaten einzeln antreten, hatte Thomas Tempelmayr aus Sattledt die Nase vorn. Versorgt wurden die rund 250 Personen im Festzelt von der Feldküche Freistadt des Roten Kreuzes. Unter der Leitung von Bezirksgeschäftsleiter Charles Pickering schwangen rund 25 Mitarbeiter emsig die Kochlöffel und zauberten in bewährter Weise Schmackhaftes auf die Teller.

Der Sonntag schließlich war dem Feiern vorbehalten: Die neue Dienststelle des Roten Kreuzes Liebenau wurde mit einem großen Fest eingeweiht.


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