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LIEBENAU. Je zwei chinesische Damen und Herren hat Markus Gutenbrunner, Trainer des chinesichen alpinen Ski-Teams, nach Südkorea zu den Olympischen Winterspielen gesendet. Währenddessen bleibt er selbst aber in Österreich und macht sein restliches Team fit für den FarEastCup und die Winterspiele 2022.

Der Liebenauer Trainer Markus Gutenbrunner (r.) mit seinem chinesischen Ski-Team
  1 / 2   Der Liebenauer Trainer Markus Gutenbrunner (r.) mit seinem chinesischen Ski-Team

Vor rund einem Jahr wechselte der ehemalige Konditionstrainer der ÖSV-Damen (Österreichischer Skiverband) ins chinesische Lager. „Wir stehen aber noch ganz am Anfang und die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang kommen für mich als Trainer noch zu früh. Aber es ist eine Chance, dass meine Athleten in das Getriebe Wintersport hineinsehen können“, sagt Markus Gutenbrunner. „Wir sind noch am Lernen, aber das Ziel für die nächsten vier Jahre ist Olympia 2022 und der Weltcup.“ Die Erwartungshaltung für dieses Jahr ist dementsprechend niedrig, das Motto entspricht ganz dem olympischen Gedanken „Dabeisein ist alles“. „Vor allem ist es wichtig für das Land China, dass sie sich präsentieren können.“ Je einen Startplatz für Slalom und Riesentorlauf hat das chinesische Ski-Team bei den Spielen belegt.

Training in Österreich

Markus Gutenbrunner selbst wird nicht nach Pyeongchang reisen, er bleibt in Österreich. „Hier in Österreich wartet ein ganzes Rennprogramm mit zehn bis zwölf Rennen auf uns. Mein Team braucht da einen Trainer, der es begleitet.“ In dieser Saison werden noch keine Weltcuprennen gefahren, am Plan stehen Rennen in Russland und Japan im FarEastCup, als Pendant zum Europacup. Seine vier Olympia-Athleten starteten am 9. Februar von China aus nach Südkorea. Gutenbrunner war im vergangenen Jahr rund 100 Tage in China, vor allem im Sommer, um das Konditionstraining von Grund auf aufzubauen. Und im November und Dezember für die ersten Vorbereitungen. Die chinesische Sprache beziehungsweise Mandarin kann er aber noch nicht. „Es reicht für ein paar Wörter, aber Mandarin ist nicht so leicht, vor allem die Aussprache. Auch die Sprachkultur unterscheidet sich sehr von der europäischen.“

Skisport im Aufwind

Neben dem Aufbau einer chinesichen Ski-Alpin-Mannschaft gibt es auch wirtschaftliche Inter-essen, vor allem des ÖSV. „Die Chinesen sollen generell in den Wintersport gebracht werden. Das Wissen um den Ski- beziehungsweise Wintersport ist noch sehr gering in Asien“, sagt Gutenbrunner. Deshalb sei auch der mediale Rummel weitaus kleiner als in Österreich. „Aber man merkt, dass das mediale Interesse am Skisport langsam steigt, nicht zuletzt wegen der geografischen Nähe Chinas zu Südkorea.“Nähere Infos zu den Olympischen Winterspielen findet man auf der Homepage www.pyeongchang2018.com


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