Umweltalarm: Schaumaustritt in die Krems sorgt für großen Schadstoffeinsatz in Ansfelden
ANSFELDEN. (Update) Ein großer Schadstoffeinsatz lief Sonntagabend in Ansfelden, nachdem eine größere Menge eines vorerst unbekannten Stoffes in die Krems gelangt ist und einen Schaumteppich bildete.

Die Einsatzkräfte von fünf Feuerwehren sowie zahlreiche weitere Kräfte wie Chemiker und Hydrologen von der Bezirkshauptmannschaft und der Landesregierung standen am späteren Sonntagabend bei einem größeren Schadstoffaustritt in die Krems bei Ansfelden im Einsatz.Ersten Angaben nach soll - durch eine Überlastung des Kanalsystems nach einem Gewitter mit Starkregen - ein Stoff aus einer nahegelegenen Papierfabrik durch einen Kanal in die nahegelegene Krems gelangt sein und dort aufgrund einer chemischen Reaktion einen großen Schaumteppich gebildet haben. Zeitgleich kam es zu einem weiteren Austritt im Bereich des Unternehmens. Einsatzkräfte der Feuerwehr errichteten mehrere Ölsperren in der Krems, zudem wurde sofort mit der Analyse des ausgetretenen Stoffes begonnen.Die Betriebsfeuerwehr sowie in weiterer Folge das Unternehmen selbst hat noch in der Nacht damit begonnen, erste Maßnahmen zur Entfernung des Schaumes in die Wege zu leiten.Weitere Informationen seitens der zuständigen Behörde wurden angekündigt.
Update
Das Land Oberösterreich hat am Dienstag nach dem kurzzeitigen Umweltalarm an der Krems in Ansfelden Entwarnung gegeben. Die Schaumbildung wurde einigen Fischen jedoch zum Verhängnis.Am Sonntagabend ist es nach einem Starkregenereignis zu einem Überlaufen der Abwasserkanäle im Bereich der örtlichen Papierfabrik gekommen.“Dadurch gelangten auch Stoffe in den Ausleitungskanal der Fabrik, dem Lahnbach, der dort und dann in der Folge in Krems für eine starke Schaumbildung an der Wasseroberfläche sorgte. Anrainer bemerkten diese und setzten die Einsatzkette in Gang. Im Ausleitungskanal verendeten dadurch leider einige kleine Fische. Durch das umgehende Eingreifen der Feuerwehren und der Betriebsfeuerwehr konnte der Schaum eingefangen und eine weitere Ausbreitung verhindert werden“, so das Land Oberösterreich in einer Presseaussendung.Erste Ergebnisse der im Umweltlabor des Landes Oberösterreich ausgewertete Wasserproben würden „keine akute Toxizität“ aufzeigen.“Mit den großen Wassermengen vom Sonntag und der dadurch starken Vermischung ist von keiner nachhaltigen Verunreinigung und damit weiteren ökologischen Schaden auszugehen“, heißt es weiter aus dem Büro des zuständigen Landesrates Stefan Kaineder (Grüne).


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