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Geh-Denken 2024 - Ansfelden erinnert an die NS-Opfer und mahnt zur Wachsamkeit

David Ramaseder, 16.04.2024 18:31

ANSFELDEN. Am Mittwoch, 24. April, findet in Ansfelden das „Geh-Denken 2024“ statt. Unter dem Motto „Jede und jeder ist jemand – Recht und Gerechtigkeit“ wird den Ermordeten und Überlebenden der Todesmärsche der Juden von Mauthausen/Gusen erinnert.

Menschlichkeit und Zivilcourage stehen im Mittelpunkt des "Geh-Denkens 2024". (Foto: privat)
Menschlichkeit und Zivilcourage stehen im Mittelpunkt des "Geh-Denkens 2024". (Foto: privat)

Die Veranstaltung wird von der Plattform „Wider das Vergessen“, dem Mauthausenkomitee Ansfelden-Traun, Treffpunkt mensch & arbeit Nettingsdorf, ÖGB Linz-Land, Stadtgemeinde Ansfelden, NMS Ansfelden und VS Ansfelden organisiert und findet um 18 Uhr traditionell an der Kremsbrücke in Ansfelden statt. Dieses Jahr steht das Thema Recht und Gerechtigkeit im Mittelpunkt. Die Organisatoren wollen mit konkreten Beispielen aus der Geschichte und Gegenwart Ansfeldens die Bedeutung von Recht und Gerechtigkeit beleuchten.

Durch Wortspiele und Denkanstöße sollen die Teilnehmer dazu angeregt werden, über die aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse nachzudenken und sich gegen Menschenverachtung, Rassismus, Diskriminierung und Gewalt zu positionieren. Die Erinnerung an vergangene Gräueltaten dient nicht nur der Aufarbeitung der Vergangenheit, sondern ist auch ein wesentliches Element der Zukunftssicherung. Wie bereits in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 festgehalten, sind alle Menschen frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Doch in einer Welt, in der Unterdrückung oft die Regel ist, bedarf es immer wieder der Erinnerung an eine Welt, in der Gerechtigkeit und Recht die Grundlage des Zusammenlebens bilden.

Die Botschaft von Aba Lewit, einem KZ-Überlebenden, hallt auch heute noch nach: „Bedenkt, dass ihr Mensch seid. Das ist das Einzige. Seid menschlich!“ In Ansfelden und darüber hinaus wird diese Botschaft durch das „Geh-Denken“ lebendig gehalten, denn Erinnerung, Menschlichkeit und Zivilcourage sind Schlüssel für eine gerechte Zukunft.


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