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Theaterfrühling Traun: Wenn "Zweifel" zwischen Glaube und Verdacht bleiben

David Ramaseder, 04.03.2026 14:41

TRAUN. Der Theaterfrühling im Schloss Traun ist mit einem eindrucksvollen Erfolg gestartet. Die Premiere von „Zweifel“ begeisterte das Publikum. Vor nahezu ausverkauftem Haus entwickelte sich ein intensiver Abend, getragen von starken schauspielerischen Leistungen unter der Regie von Jürgen Heib.

  1 / 3   Ein packender Theaterabend über Macht, Moral und das lähmende Gefühl des Zweifels. (Foto: Werner Redl)

Im Mittelpunkt stehen vier Figuren – und eine einfache, aber brisante Frage: Was tun, wenn man etwas vermutet, es aber nicht beweisen kann? Das Stück zeigt, wie schwierig es ist, Verantwortung zu übernehmen, wenn die Fakten fehlen. Zweifel kann dazu führen, dass man wegschaut und nichts unternimmt. Wer jedoch handelt, ohne sicher zu sein, riskiert, sich zu verrennen und nur noch an die eigene Überzeugung zu glauben. Genau zwischen diesen beiden Möglichkeiten bewegt sich die Geschichte.

Schauplatz ist eine katholische Schule in New York. Dort prallen zwei Weltanschauungen aufeinander: Pater Flynn (Ferdinand Kopeinig), charismatisch und offen für Neues, gegen Schwester Aloysius (Katharina Bigus), die traditionsbewusste, autoritäre Direktorin. Zwischen ihnen steht Schwester James (Julia Frisch). Und mit Mrs. Miller (Kira Lorenza Althaler) betritt schließlich eine Mutter die Bühne, deren Perspektive alles noch einmal verschiebt.

Ausgangspunkt ist ein Gerücht. Mehr nicht. Doch was als vage Vermutung beginnt, entwickelt eine eigene Dynamik. Die Auseinandersetzung wird härter, persönlicher, grundsätzlicher. Es geht um Integrität – und um Macht. Um Wahrheit – oder das, was man dafür hält.

„Zweifel“ ist Kriminalgeschichte und Kammerspiel zugleich. Und am Ende bleibt vor allem eines: die Unruhe im Kopf des Publikums.

Weitere Vorstellungstermin:

6. März, 7. März, 8. März, 12. März, 14. März, 15. März, 20. März

Jeweils um 19.30 Uhr, sonntags um 17 Uhr


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