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TRAUN. Der JugendAward des Landes OÖ wurde am Dienstag, 13. Oktober, erstmals an herausragende Projekte und Initiativen für Jugendliche durch Landeshauptmann Thomas Stelzer verliehen. Der Verein Initiative für soziale Integration (I.S.I) wurde dabei für das Projekt „Owizahra – Wir tragen´s runter“ vor den Vorhang geholt.

  1 / 8   Alexander Schinko (l.) nimmt die Auszeichnung von LH Thomas Stelzer entgegen. (Foto: Land OÖ/Max Mayrhofer)

Die Chance auf den JugendAward haben Projekte, die einen Mehrwert für die oberösterreichische Jugend bieten und konkrete Verbesserungen bringen. Die eingereichten Projekte und Initiativen wurden von einer Jury nach Innovation, Wertschätzung, Lebensweltorientierung und weiteren zentralen Beurteilungskriterien bewertet.

„Der Oö. JugendAward holt impulsgebende Unternehmen, Gemeinden und Vereine vor den Vorhang, die zum sichtbaren Vorbild für andere werden und zur Nachahmung anregen. Mit diesem Preis ehrt das Land Oberösterreich besonderes Engagement für Oberösterreichs Jugend“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Lohn für harte Arbeit

Die „Owizahra“ sind eine Einrichtung des Vereins I.S.I. In diesem niederschwelligen Beschäftigungsprojekt sammeln Jugendliche ab 15 Jahren ohne Beschäftigung kurzfristige (erste) Arbeitserfahrungen und erhalten dafür ihren erarbeiteten Lohn. Die „Owizahra“ entrümpeln Keller oder Häuser, tragen es raus und kümmern sich um Abtransport sowie Entsorgung im Altstoffsammelzentrum. Zusätzlich übernehmen sie die Sperrmüllabholungen der Gemeinde Traun und seit 2018 Auf- und Abbauten bei Football-Veranstaltungen der Atrium Steelsharks in Traun.

„Wir sind glücklich, unter den vielen eingereichten Projekten den zweiten Platz erreicht zu haben. So haben sich unsere Arbeit und der damit verbundene Schweiß bezahlt gemacht und wir bekommen Rückmeldung, dass wir mit dem Projekt Owizahra den richtigen Riecher hatten“, so Projektverantwortlicher Alexander Schinko.

Start vor sieben Jahren

Initiiert wurde das Projekt von den Streetworkern Traun im Jahr 2013, die den Bedarf sahen, Jugendlichen Beschäftigungs- und unbürokratische Verdienstmöglichkeiten anzubieten. Zusätzlich war die Nachfrage nach Unterstützung bei Delogierungen und Übersiedlungen dazumals sehr groß. „Zu Beginn des Projekts übernahmen wir nur Entrümpelungen, konnten dann durch die Übernahme der Sperrmüll-Abholungen der Stadt Traun seit 2017 mehr Aufträge und Arbeit schaffen und zusätzlich seit zwei Jahren in den Monaten März bis Juli Tätigkeiten wie Auf- und Abbau von Equipment der Steelsharks ausführen“, erklärt Alexander Schinko.

Anfängliche Schwierigkeiten

Problem bei der Umsetzung des Projektes war anfangs die mangelnde Finanzierung. Seit Anfang 2017 steht das Projekt aber auf ziemlich sicheren finanziellen Beinen, da die Stadt Traun die benötigten Personalstunden übernommen hat. Eine weitere Schwierigkeit in der Anfangsphase war die Anbahnung der notwendigen Aufträge. „Wir hatten genügend arbeitsbereite Jugendliche, aber nicht genug Aufträge, bei denen wir sie einsetzen konnten. Seit wir die gesamte Sperrmüllabfuhr der Stadt Traun übernahmen, war eine stabile Auftragslage gewährleistet, um den Jugendlichen die entsprechenden Beschäftigungsmöglichkeiten zu bieten.“

Von Jugendlichen sehr gut angenommen

Der Erfolg des Projektes liegt in der niederschwelligen Abwicklung der Beschäftigung und Bezahlung der Owizahra: Die Jugendlichen wissen, dass es bei einem finanziellen Engpass relativ schnell möglich ist, einen Tag mitzuarbeiten, um somit wieder ein bisschen Bargeld zu haben. „Ein weiterer großer Faktor für den Erfolg ist das Engagement der handelnden Personen, die an diesem Projekt beteiligt sind und die Bereitschaft, sich auf etwas Neues einzulassen. Wir entwickeln dieses Projekt laufend weiter und dies ist nur möglich, weil es die Offenheit der Stadt, unserer Geschäftsführung und nicht zuletzt der Mitarbeiter gibt“, so Schinko. Der Erfolg gibt den „Owizahran“ aber jedenfalls recht. Im Februar 2020 konnte der 500. Auftrag erledigt werden, 1.124 Jugendliche wurden dabei beschäftigt.

Kontakt: 0699 1785 97 93

owizahra@verein-isi.at

www.verein-isi.at/owizahra


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