Regionaler Anzünder mit sozialem Aspekt
OFTERING. Nach dem Kauf eines Holzofens währte für ein Ofteringer Ehepaar die Freude nur kurz. Aufgrund der falschen Anzündmethode wollte sich das Feuer nicht so richtig entfachen lassen. Darum haben sie sich mitten in der Corona-Zeit eine innovative sowie nachhaltige und regional wertvolle Lösung einfallen lassen.

„Das Anzünden eines Feuers war zu einer echten Herausforderung geworden. Teilweise war die Brenndauer der Feueranzünder zu gering, das Anzündholz zu dick, zu dünn, zu feucht oder es ist unvorteilhaft geschlichtet worden, sodass das Feuer klein blieb und dadurch viel Ruß und Schadstoffe freisetzte. Und das frühzeitige und dauernde Nachlegen von Holzscheiten bei der herkömmlichen Anzündmethode tat sein Übriges zu diesem Frust, da Feinstaub durch das Öffnen der Ofentür in den Wohnraum trat“, so der 46-jährige Ofteringer, dem daraufhin die Idee kam, sich eine bessere Lösung einfallen zu lassen. „Den Feueranzünder so praktisch zu gestalten, dass ein Feuer machen für jeden zum Kinderspiel wird, das war unser Anspruch“, erzählt der engagierte Tüftler.
Nachhaltigkeit mit Holz aus der Region
Der neu entwickelte Kaminanzünder von der Firma Austrofeuer ist einzigartig in Österreich. Mit diesem Anzünder ist es möglich, die schon seit Jahren empfohlene Anzündmethode „von oben“ einfach anzuwenden. Dadurch wird ein klimafreundliches Heizen mit Holz erreicht. „Nachhaltig und CO2-neutral ist das Heizen mit Holz jedoch nur, wenn auch die Rohstoffe aus der Region kommen. Deshalb verwenden wir ausschließlich regionales Holz“, erzählt der Ofteringer. Bisher gab es nur Anzünder mit Holzwolle, wo noch extra Holz nötig war.
Die beiden Ofteringer haben in ihrem Produkt beides vereint. „So ist es möglich, mit wenig Holz ein möglichst gutes Feuer zusammenzubringen“, erzählt der Firmengründer stolz. Das Holz dafür bezieht er aus einem Sägewerk in St. Florian. „Das Produkt ist eine Kombination aus weichem Fichtenholz und einem Hartholz wie Buche oder Lärche. Das beziehe ich lieber regional, auch wenn Holz aus Tschechien vielleicht billiger wäre“, ist auch die Qualität ein wichtiger Faktor. Der Feuchtigkeitsgehalt darf dabei nicht über 20 Prozent liegen, um optimal für den Brennvorgang zu sein.
Schadstoffe minimiert
Die patentierte Bauweise des Anzünders erzeugt beim Abbrand einen Mini-Kamineffekt, der für eine optimale Verbrennung sorgt und dabei Schadstoffe und Ruß stark reduziert, weil die schädlichen Gase nach oben durch die Flammen strömen müssen und dabei rückstandsfrei verbrannt werden.
Soziale Kooperationen sind bereits auf Schiene gebracht
Derzeit produziert das Familienunternehmen noch in Eigenregie, dem Gründer ist aber auch soziales Engagement wichtig. „Ich habe schon Kontakt zu Caritas-Werkstätten in Wels und Linz oder dem Hartlauerhof in Asten hergestellt. Regionales Holz mit regionaler Wertschöpfung ist der Ansatz. Das wäre eine relativ einfache, aber auch eine Tätigkeit mit sozialem Hintergedanken. Ich will mich damit keinesfalls bereichern“, so der Ofteringer. Mit der entsprechenden Nachfrage eine tolle, sinnvolle Lösung.


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